Am 12. Juni 2019 jährte sich der Todestag des Glatzer Architekten Andreas Ernst zum neunzigsten Mal. Aus diesem Anlass wurde im Museum in Glatz eine Ausstellung über sein Leben und seine herausragenden Arbeiten eröffnet.

 

Die Ausstellung über Andreas Ernst wurde am 18. Mai im Museum des Glatzer Landes eröffnet.
Foto: DFK Glatz

Andreas Ernst lebte von 1861 bis 1929 in Glatz (Kłodzko) und Bad Altheide (Polanica Zdrój) und hat in der Region zahlreiche Jugendstilbauten erschaffen. Ab 1904 hatte Ernst sogar eine eigene Bau- und Designfirma. Mit der Ausstellung, die während der Museumsnacht am 18. Mai eröffnet wurde, würdigte die Stadt Glatz ihren großen Sohn und präsentierte einige Arbeiten, die sein Schaffen, aber auch die Innenausstattung der Glatzer Häuser um die Jahrhundertwende veranschaulichten. Geweckt wurde das öffentliche Interesse an dem Glatzer Architekten zuerst nach einem Vortrag von Dr. Werner Schmack über Andreas Ernst, den er im Glatzer Museum vor zwei Jahren hielt. Dr. Werner Schmack hat in einem der Jugendstilhäuser, die von Ernst designt wurden, in der ehemaligen Zimmerstraße gewohnt. Einen maßgeblichen Anteil an dem steigenden Interesse für den schlesischen Architekten hatte auch das Mitglied des DFK Glatz, Jerzy Cześlakiewicz. Er fand die überwucherte Grabstätte von Ernst und hat sie mit Kollegen wieder zugänglich gemacht. „Ihm sei hiermit ausdrücklich gedankt. Einen Dank aber auch der Stadt Glatz und dem Museumsdirektor, der mit Sponsoren diese Ausstellung erst möglich gemacht hat. Die Grabstelle wird wohl wieder eine Arbeit unserer Denkmalpflege werden, um einen guten Zustand wieder herzustellen“, kündigt Horst Ulbrich, Chef der Deutschen in Glatz, an.

 

Die Ausstellung über Andreas Ernst ist nur der erste Schritt des Glatzer Museums auf dem Weg den schlesischen Architekten der breiten Öffentlichkeit besser bekannt zu machen. Es soll außerdem eine zweisprachige Broschüre herausgegeben werden. Demnächst soll auch noch eine deutsch-polnische Stadtrallye auf den Spuren der Werk von Andreas Ernst stattfinden. Zur Teilnahme wurde eine Schülergruppe aus Görlitz eingeladen. Außerdem soll im Schlesischen Museum in Görlitz ein Vortrag über Ernst und eine multimediale Präsentation gezeigt werden, da das Görlitzer Museum ein Partner des ganzen Projekts ist. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.

 

DFK Glatz/adur