Zusammen mit dem Goethe-Institut in Krakau organisierte der Verband der deutschen sozial- kulturellen Gesellschaften ein Projekt unter dem Motto: „Sesam öffne dich!”. Die Geschichtenerzählerinnen aus München, Karin Wedra und Barbara Greiner-Burkert, förderten die Sprache durch das Erzählen von Geschichten und deren erfinden.

 

 

 

Die Erzählerinnen trafen sich auch mit Studenten der Oppelner Germanistik.
Foto: Laura Bartocha

 

 

In den VdG-Räumlichkeiten fand ein Workshop für Deutschlehrer statt. Im Mittelpunkt stand die Methodik des Geschichtenerfindens mit Kindern. Karin Wedra verriet, wie man Geschichten nutzen kann, um Kinder zum Sprechen zu bringen. Die Teilnehmer des Workshops haben auch das Thema Gewalt in den Märchen angesprochen und wie man damit als Moderator eines Geschichtenbaukastens umgeht. „Es ist schön, Multiplikatoren vor sich zu haben und vielleicht hatte der eine oder andere auch Lust, es mit seinen Kindern dann zu machen“, sagte Karin Wedra. Am Donnerstag wurde der Workshop auch für Studenten des Instituts für Germanistik durchgeführt. Die zukünftigen Germanisten hatten eine Gelegenheit, die Technik des Geschichtenerfindens kennenzulernen. Zuerst hat Karin Wedra den Studenten eine Geschichte erzählt, damit sie den Unterschied zwischen der Erzählkunst und der geschriebenen Literatur realisieren. Danach hatten die Studenten eine neue Geschichte erfunden. „Mich hat beeindruckt, dass die Studenten sich wirklich darauf eingelassen haben und ganz kreativ, produktiv an die Aufgabe herangegangen sind“, freute sich Karin Wedra.

 

Zwei Tage später lud der VdG auch noch zu einem Erzählabend mit den beiden Geschichtenerzählerinnen aus München ein. Die Frauen haben Sagen aus Bayern erzählt. „Wir wollten vor allem die Faszination fürs Geschichtenerzählen vermitteln und zwar nicht in dem wir darüber reden, sondern in dem wir den Menschen das Erleben lassen und sie einfach mitnehmen auf eine Reise in ganz fantastische Welten, in alte Zeiten und auch ins alte München, ins alte Bayern“, sagte Karin Wedra über das Ziel dieses Erzählabends.

 

Laura Bartocha