Reservisten der Bundeswehr besuchten vom 2. bis 6. Juni die Oppelner Region und feierten hier mit ihren Kameraden vom Verband der Soldaten der Polnischen Armee nicht nur die gemeinsame Freundschaft, sondern auch eine reihe von Jubiläen.

 

Alle zwei Jahre treffen sich die Reservisten der Bundeswehr und der Polnsichen Armee zum Austausch, immer abwechselnd in Deutschland und Polen. “Solche Treffen dienen dem gegenseitigen Kennenlernen. Wir wollen unseren deutschen Kameraden die Schönheit unserer Region und Polens zeigen, sie auch mit den jeweiligen Bürgermeistern, Landräten und der Woiwodschaftsführung bekannt machen. Und nicht anders machen sie es dann, wenn wir in Deutschland sind. So lernt man die Unterschiede und Gemeinsamkeiten am besten kennen”, sagt Oberst d.R. Zbigniew Owczarek, der die diesjährige Reise der deutschen Reservisten in Oppeln organisiert hatte. Auf die Gemeinsamkeiten setzen auch die Deutschen und unterstreichen den europäischen Gedanken hinter den gemeinsamen Treffen. “Wir versuchen beide Länder zusammen zu bringen als Baustein für ein großes gemeinsames Europa und die Freunschadtr zwischen den Völkern”, sagt Oberstleutnant d.R. Andreas Schoofs.

 

 

In diesem Jahr gab es für die beiden Reservistenverbände aber gleich mehrere Gründe zu feiern. Zum einen wurde gerade erst der 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Polens begangen, das Land ist seit 20 Jahren in der NATO und seit 15 Jahren in der Europäischen Union. Schließlich feierte man auch vor wenigen Tagen das 30 Jubiläum des Endes des Kommunismus in Polen. “All die Jubiläen wollen wir gebührend feiern, wissen aber zugleich, dass so etwas vor 40 Jahren, als wir alle noch aktiv in der Armee gewesen sind, nicht möglich wäre. Insofern ist es etwas besonderes hier zu sein und gemeinsamen mit den polnische Kameraden zu feiern”, sagt Andreas Schoofs.

 

Das heute eine so enge Zusammenarbeit von polnischen uns deutschen Reservesoldaten möglich ist, unterstreicht auch Oberst Owczarek und sagt, es sei das Verdienst der polnischen NATO-Mitgliedschaft, in deren Rahmen auch die Reservistenverbände zusammenarbeiten. “Wir unterscheiden heute also nicht mehr, ob es die deutsche, tschechische oder polnische Armee ist. Wir sind alle in einem System”, meint Zbigniew Owczarek und fügt hinzu: “Im Grunde verstehen sich alle Soldaten ja untereinander, egal aus welcher Armee sie kommen”.

 

Die polnischen Reservisten werden nun in zwei Jahren nach Deutschland fahren.

 

Rudolf Urban