Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, December 1, 2021

Peter Tarliński

Schlesien Journal vom 23.11.2021

Heute begeben wir uns nach Trebnitz, das am 13. November das Ziel der letzten Wallfahrt der deutschen Minderheit in diesem Jahr war. Zum gemeinsamen Gebet auf Deutsch hatten der Verband der deutschen Gesellschaften in Polen und die Seelsorge der nationalen und ethnischen Minderheiten des Bistums Oppeln eingeladen. So sollte die Tradition der Pilgerfahrten der Deutschen zum Sanktuarium der Heiligen Hedwig nach Trebnitz wiederbelebt werden.

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Wort zum Sonntag von Bischofsvikar Dr. Peter Tarlinski

21. Sonntag im Jahreskreis – B

  1. Lesung: Jos. 24, 1–2a. 15–17.18b
  2. Lesung: Eph. 5, 21–32

Evangelium: Joh. 6, 60–69

 

Am 11. August 2021 hat das Statistische Bundesamt eine Pressemitteilung über Ehescheidungen veröffentlicht. Diesen Angaben zufolge wurden im Jahr 2020 in Deutschland rund 143 800 Ehen geschieden. Somit trennten sich die Verheirateten jeder dritten Ehe. Die meisten Scheidungen erfolgen im 14. Jahr nach der Eheschließung. Etwa die Hälfte der 2020 geschiedenen Ehepaare hatte minderjährige Kinder. Insgesamt waren im Jahr 2020 etwa 119 100 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

 

Diese Zahlen zeigen, dass die Ehe nicht von allen gelebt werden kann und dass es Probleme im Leben gibt, die unüberwindbar sind. So manche Scheidungen gründen in der zunehmenden psychischen Unfähigkeit der Menschen, in dauerhaften Beziehungen leben zu können. Nicht selten ist es die Eigensinnigkeit, die mangelnde Bereitschaft, für die anderen da zu sein sowie das fehlende Zuhören und Verstehen des Ehepartners. Die zu kurz gekommenen Gespräche, die zu seltene Zärtlichkeit, die nicht zu Ende ausdiskutierten Meinungsverschiedenheiten und gemeinsamen Vorhaben schwächen die Beziehungen. Im Grunde genommen sind die Ehepartner jedoch schwer von der Tatsache betroffen, dass sie es nicht geschafft haben, miteinander alt zu werden.

 

Aus einer christlichen Perspektive von vor fast 2000 Jahren spricht der Hl. Paulus die Eheleute in unserer Realität an. Die Wortwahl des Apostels stammt zwar aus anderen Zeiten, aber ihr Sinn bleibt auch für das 21. Jahrhundert geltend. Den Frauen empfiehlt er den Dienst zugunsten des Mannes. Dieser soll in Hingabe und Vertrauen erfolgen, wie sich die Kirche Christus, ihrem Haupt, hingibt und anvertraut. Der Mann soll seine Frau lieben, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie aufgeopfert hat. „Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.“ Diese Grundeinstellungen sind die Voraussetzungen für eine Ehe. Erst dann kann es dazu kommen, dass „der Mann Vater und Mutter verlässt und sich an seine Frau bindet und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.“

 

Für eine Ehe aus christlicher Sicht wird auch der Glaube benötigt. Nicht jeder ist bereit, die Worte Jesu anzunehmen und ihnen zu vertrauen. Im Evangelium nach Johannes wird geschildert, wie einige der Jünger Jesu verlassen hatten. Sie konnten dem Sinn seiner Botschaft nicht folgen. Da fragte Jesus die Zwölf: „Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“ Im Eheleben und in Ehekrisen kann der Glaube die Ehe vor dem Weggehen und dem Zerfall der Lebensgemeinschaft retten. Ratsam ist es, vorerst miteinander zum Glauben zu kommen, um die Scheidung und ihre Folgen rechtzeitig abzuwenden.

Zum Jahrestag des Endes der Kampfhandlungen

Gestern lud der Verband deutscher Gesellschaften (VdG) auf den St. Annaberg zu einer Heiligen Messe für alle Opfer der Kämpfe in Oberschlesien im Jahre 1921 ein. Das Datum ist nicht zufällig, denn genau am 5. Juli vor hundert Jahren endeten die Kämpfe um diese Region.

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