Renate Ulbrich präsentiert die ausgestellten Trachten. Foto: DFK Glatz.

Renate Ulbrich präsentiert die ausgestellten Trachten. Foto: DFK Glatz.

Zu besonders interessanten Schlussfolgerungen kamen letztens Mitglieder des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz, als der Vortrag „Trachten – nur noch Geschichte?“ veranstaltet wurde. Die Volkskostüme erleben durchaus eine Renaissance – meint die Koordinatorin des Projektes Renate Ulbrich.

 

„Die Idee kam mir, als eine Freundin des Vereins eine Tracht aus Hessen mitgebracht hat. Da haben wir uns Gedanken gemacht, ob eine Tracht überhaupt noch heutzutage modern ist?“, sagt Renate Ulbrich als wir sie nach dem Hintergrund des Projektes fragen. Die Diskussionen setzte der DFK schnell in die Tat um und beschloss aus dem Projekt „Konsolidierung der Begegnungsstätten“ Gelder für einen Vortrag zu beantragen. Verbunden war der Vortrag mit einer Ausstellung wo man „nicht nur deutsche, sondern auch regionale Trachten wie die aus Glatz oder Waldenburg zeigte“, so Renate Ulbrich. Die schlesisch-deutschen Trachten trugen Damen vor allem zu feierlichen Anlässen wie zum Beispiel Volksfesten.

 

Doch haben die bunten Volkstrachten überhaupt noch etwas in der Gegenwart zu suchen? Wie Renate Ulbrich berichtete, haben die Teilnehmer des Projektes die Frage durchaus mit einem „ja“ beantwortet. Ein Beweis dafür, dass Trachten auch cool sein können, sei die Tatsache, wie viele Teilnehmer bei Oktoberfesten in München, wie auch außerhalb, auch heutzutage eine Tracht tragen: „Letztens hat in Deutschland sogar Aldi Trachten angeboten, was vorher nie der Fall war. Das zeigt, dass Trachten immer noch anspruchsvoll sind“, meint Renate Ulbrich.

 

Łukasz Biły