Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Thursday, January 20, 2022

Um mal mit den Enkeln zu skypen!

So lautet das Motto vom Projekt der Deutschen Minderheit „LernRAUM.pl“. Es geht darum, die Sprachkompetenzen der DFK-Mitglieder zu verbessern und dabei etwas Wertvolles dazu zu lernen. Einer der Kurse fand am 17. September in Krappitz statt. Der Computer, besonders Skype, hat jetzt keine Geheimnisse vor Senioren.

In Ottmuth haben die Senioren unter anderem gelernt, wie man durch Skype kommuniziert.
Foto: D. Bassek

 

 

Vor kurzem haben Workshops und Vorlesungen im Rahmen von „LernRAUM.pl” stattgefunden. Darunter auch der Computerworkshop in dem Standort Krappitz-Ottmuth. Das Thema: Skype. In der so genannten Scheune haben sich Senioren getroffen, die mehr über das Thema wissen wollten. Die Motivation zur Teilnahme war unterschiedlich, entweder war es das Treffen mit einem deutschsprachigem Kursleiter aus Deutschland oder aber, um mehr über das Programm zu erfahren, dank dessen sie Kontakt zur Familie im Ausland pflegen können. Mit Laptops und gutem Humor bewaffnet fingen die Mitglieder des DFKs den Kurs an.

 

Jeton Lushaj vom Education-Sky ist in Erwachsenenbildung spezialisiert und extra für die Woche aus Köln nach Polen gereist, um die DM-Mitglieder zu schulen. Wie er zugibt, haben sie viel Power, um etwas zu lernen. „Ich war sehr überrascht, dass sie so engagiert sind, obwohl das Niveau der Gruppen recht unterschiedlich ist und die Kurse auch einige Stunden dauern, aber keiner hat da gemeckert. Solche Workshops sind meistens auch nötig, wenn ältere Menschen mit der Technik mithalten wollen. Bei diesen Kursen haben sie die Möglichkeit, sich zu verbessern,“ meint Jeton Lushaj, der Kursleiter.

 

Das Projekt „LernRAUM.pl“ ist ein innovatives Projekt der Deutschen Minderheit. Da Bildung mitten im Leben stattfindet, soll das Projekt „LernRAUM.pl“ mit den Standorten ein Ort sein, an dem vor allem Angehörige der deutschen Minderheit in angenehmer Atmosphäre ihre Sprachkompetenzen verbessern können.

 

„Mein Vor- und zugleich Nachteil ist ja, ich kann kein Polnisch, also müssen die Teilnehmer mich auch irgendwie verstehen, aber da ist immer jemand, der etwas übersetzten kann,“ fügt Jeton Lushaj hinzu.

 

Das ist auch Sinn der Sache – etwas Neues von einem Muttersprachler zu lernen. Das Projekt entwickelt Leidenschaften und Interessen. Im Kursangebot stehen außer Sprache auch Kunst und Musik, Computer und neue Technologien, Literatur, Kultur und Geschichte, Natur, Umwelt, Gesundheit und Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

 

„Es soll zeigen, dass Deutsch im Alltag präsent ist. Jeder Standort wählt selbst, in welchen Bereichen sich die Mitglieder weiterbilden wollen – so werden die Themen der Kurse und Treffen bestimmt,“ meint Anna Kasiura, Betreuerin des Standortes in Krappitz.

 

Dominika Bassek

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