Die Vergrößerung von Oppeln war Thema im Europaparlament. EU-Abgeordnete mahnen, den Verletzungen von Minderheitenrechten endlich Einhalt zu gebieten.

 

Seit der Vergrößerung der Stadt Oppeln am 1. Januar 2017 wurden insgesamt in 11 Ortschaften die deutschen Ortstafeln entfernt. Für die Deutsche Minderheit ein herber Rückschlag. Der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen, Bernard Gajda, und der Chef der Sozialkulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD), Rafał Bartek, thematisierten das aus ihrer Sicht rechtswidrige Vorgehen der Stadt Oppeln am 19. Januar im Europaparlament in Straßburg beim Treffen der Intergroup for Traditional Minorities, National Communities and Language.

 

Bereits im vergangenen Jahr hatten sie eine Petition im Europäischen Parlament eingereicht und hoffen nun auf eine umgehende Bearbeitung. Von Seiten der Protestierenden von Groß Döbern war auch Maria Koschny dabei. Sie zeigt sich zuversichtlich: „Ich hatte das Gefühl, dass die Europaabgeordneten sich tatsächlich für unser Problem interessieren, sie zeigten sich genauso empört wie wir.“ In einer Pressemitteilung der SKGD heißt es, die Abgeordneten aus Rumänien, Ungarn und der Slowakei hätten die EU ermahnt, solchen Vorgehen endlich einen Riegel vorzuschieben. In ihren Ländern seien die Minderheiten ebenfalls betroffen.

 

Marie Baumgarten