Im Museum der Moderne des Städtischen Kulturzentrums in Allenstein wurde Rafał Bętkowskis Ausstellung „Allenstein Hauptbahnhof. Metamorphosen“ eröffnet. Sie bietet mit viel Kartenmaterial einen Einblick in die Entwicklung der Eisenbahn in Ostpreußen und die Änderungen, die der Hauptbahnhof in Allenstein durchgemacht hat.

 

Rafał Bętkowski mit einer Gruppe aus Nepal vor der ersten Ausstellungstafel zur Lage des Allensteiner Hauptbahnhofs.
Foto: Uwe Hahnkamp

Die Forschungen von Rafał Bętkowski vom Museum der Moderne zum Thema „Eisenbahn in Allenstein“ führten unter anderem zu zwei Korrekturen der bisherigen Geschichte der Entstehung des Bahnhofs in Allenstein. Die Stadt verdankt den Anschluss ans Eisenbahnnetz keinem Bürgermeister, sondern vor allem Otto Gisevius, dem Landrat des Kreises Allenstein in den Jahren 1862-71. Und die erste Lokomotive fuhr bereits am 21. September 1872 in den Allensteiner Bahnhof ein; bisher war dafür der 26. November angenommen worden.

Nach der Eröffnung der ersten regionalen Strecke Allenstein-Rothfließ folgte die Erweiterung des Bahnhofs Allenstein zum Eisenbahnknoten mit entsprechendem Gleisumfang und damals modernster Technik. Auf den Lage- und Nutzungsplänen des Bahnhofs lässt sich anhand der Bauten der Übergang von Dampf- zu Diesellokomotiven, aber bei ihrer Genauigkeit auch die geänderte Signaltechnik hin zur Elektronik nachweisen. Später war wegen militärischer Geheimhaltung Bahngelände auf Landkarten oft nur ein weißer Fleck. Photos zeigen die Verwandlung des alten preußischen Bahnhofs in das polnische Bauwerk nach dem Krieg und abschließend den Neubau aus dem Jahr 1971 mit seiner Verknüpfung von Bahn- und Busbahnhof.

Die Ausstellung ist für Erweiterungen offen.

 

 

Uwe Hahnkamp