Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Monday, January 17, 2022

„Wir wollen mit der Zeit gehen“

Die Oppelner Deutsche Minderheit erweitert ihr Online-Angebot. Auf einer Pressekonferenz am 22. April sind die neuen Ideen vorgestellt worden.

 

Wer hat sich bei der historischen Messe in Kreisau 1989 den Friedensgruß gegeben? Kenner wissen, es waren waren Polens Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki und Bundeskanzler Helmut Kohl. Initiiert hat die Messe Oppelns damaliger Erzbischof Alfons Nossol. Hätten Sie es gewusst? Ein neues Online-Quiz bringt ans Licht, wie gut wir über die deutsche Minderheit in Polen Bescheid wissen.

 

„Seit elf Jahren veranstaltet unsere Gesellschaft gemeinsam mit dem Abgeordneten Ryszard Galla einen Wettbewerb über die Deutsche Minderheit. Das Quizz ist eine gute Vorbereitung“, sagt Patrcyja Karpińska-Uryga von der Sozialkulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD). Doch darauf allein ist die Anwendung nicht beschränkt. So ist beispielsweise für Deutschlerner das Spiel eine unterhaltsame Ergänzung zum herkömlichen Lehrbuch. Die Applikation „DMi-Quiz“ wird ganz einfach und kostenfrei heruntergeladen, das Spiel kann sofort losgehen, es gibt eine deutsche und eine polnische Version. DMi steht für deutsche Minderheit und um sie drehen sich alle Quizfragen. Neben geschichtlichen Themen geht es um Politik, Religion, Minderheitenrechte, Kultur und Medien. Das Portfolio soll ständig erweitert werden, Themen- und Fragen-Vorschläge sind gern gesehen und können unter patrycja.karpinska-uryga@skgd.pl eingereicht werden.

 

„Wir wollen mit unseren Mitgliedern und Sympathisanten Kontakt halten und dabei mit der Zeit gehen“, sagt SKGD-Chef Rafał Bartek.
Foto: Marie Baumgarten

 

Die Deutschen in Oppeln setzen zunehmend auf Online-Angebote. Im vergangenen Jahr konnte die Oppelner Deutsche Minderheit auf eine 30-jährige Tätigkeit zurückblicken und wollte das Jubiläum eigentlich groß feiern. Corona hat das verhindert. Viele Aktivitäten sind deshalb ins Netz verlegt worden.  „Wir wollen mit unseren Mitgliedern und Sympathisanten Kontakt halten und dabei mit der Zeit gehen“, fasst es SKGD-Chef Rafał Bartek zusammen.

 

Es galt also, aus der Not eine Tugend zu machen und so entstand zuletzt auch ein „virtuelles Museum“, eine Art interaktives Online-Fotoarchiv. Die SKGD hofft auf rege Unterstützung ihrer Mitglieder, damit das Archiv schnell anwächst.

 

„Wir laden alle DFK-Mitglieder dazu ein, hier Fotos hochzuladen, die die Aktivität der Minderheit zeigen. Denn es ist so, dass die Mitglieder meistens viel mehr wissen als wir“, sagt SKGD-Pressesprecherin Joanna Hassa. Fotos kann jeder von zu Hause aus hochladen unter www.wirtualnemuzeum.skgd.pl.

 

Marie Baumgarten

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