Die Polnische Agentur für Wirtschaftsentwicklung (PARP) hat dieser Tage ihre Arbeitsmarktstudie 2010-2014 für Polen und die Region Oppeln (Opole) vorgestellt. Sie verweist auch auf mangelnde Deutschkenntnisse.

 

Krzysztof Świerc

 

Das grundlegende Problem der Unternehmen in der Woiwodschaft Oppeln bestehe in einem akuten Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, z.B. Facharbeiter an Baumaschinen und -anlagen. Die Entwicklung gehe mittlerweile allerdings in eine gute Richtung. So habe sich dieses Jahr erstmals die Zahl derer erhöht, die sich nach ihrem Gymnasialabschluss für eine technische Fachschule entschieden haben und damit für eine berufliche Ausbildung, die einem weiterführenden Bildungsweg nicht im Wege steht. Die Studie verweist zudem auf Besonderheiten der Region Oppeln sowie darauf, dass die Deutschkenntnisse hier doch eher oberflächlich seien. Laut Magdalena Ciborek von der deutschen Firma IFM Ecolink, die derzeit ein Zentrum für Forschung und Entwicklung in der Oppelner Teilzone der Waldenburger Sonderwirtschaftszone baut, können viele zwar Deutsch sprechen, doch nur wenige seien in der Lage, deutschsprachige Korrespondenz zu führen und technische Unterlagen beziehungsweise Fachliteratur kompetent zu lesen. Der größte Bedarf an neuen Mitarbeitern in der Woiwodschaft Oppeln kam im Zeitraum der Studie aus den Sparten Industrie und Bergbau sowie Gesundheits- und Sozialfürsorge. Auch Dienstleistungs- und Verkaufsmitarbeiter waren gefragt.