Zwölfter Sonntag im Jahreskreis – C

1. Lesung: Sach 12,10-11; 13,1
2. Lesung: Gal 3,26-29
Evangelium: Lk 9,18-24

 

Bischofsvikar Dr. Peter Tarlinski

 

 

Das Leben auf Erden ist kostbar. Dieses zu bewahren und zu beschützen, ist die dringende Aufgabe von heute. Die Umwelt zu schützen und somit den Lebensraum zu erhalten, wird zu einer dringenden Angelegenheit. Die Jugendlichen setzten sich mit ihren Freitags-Märschen für das Leben auf Erden ein. Sie fordern von den Entscheidungsträgern konkrete Schritte zum Umweltschutz. An diese Generation, an die noch nicht geborenen Enkelkinder, sandte der deutsche Astronaut Alexander Gerst aus dem Weltall eine Botschaft. Am 25. November 2018 sagte er: „Wenn ich so auf den Planeten runterschau, dann denke ich, dass ich mich bei euch wohl leider entschuldigen muss. Im Moment sieht es so aus, als ob wir, meine Generation, euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand hinterlassen werden. Im Nachhinein sagen viele Leute, sie hätten davon nichts gewusst, aber uns Menschen ist es schon klar, dass wir den Planeten mit Kohlendioxid verpesten, dass wir das Klima zum Kippen bringen, dass wir Wälder roden, dass wir die Meere mit Müll verschmutzen, dass wir die limitierten Ressourcen viel zu schnell verbrauchen und dass wir zum Großteil sinnlose Kriege führen. Ich hoffe es sehr für euch“, sprach Alexander Gerst, „dass wir noch ein paar Dinge verbessern können, und ich würde mir wünschen, dass wir nicht bei euch als die Generation in Erinnerung bleiben, die eure Lebensgrundlage egoistisch und rücksichtslos zerstört hat.“

 

Der Astronaut sieht auch Hoffnung für die Menschen. Zum einen sind es die großen Schritte, welche die zerbrechliche Biosphäre unseres Planeten retten helfen. Zum anderen ist es wichtig, auf die Mitmenschen zu achten und seine persönlichen Eigenschaften zu entfalten. Er sagt, „dass es sich lohnt, mit seinen Nachbarn gut auszukommen. Dass Träume wertvoller sind als Geld. Und dass man ihnen eine Chance geben muss. Dass Jungen und Mädchen Dinge genauso gut können, aber dass doch jeder von euch eine Sache hat, die er besser kann als alle anderen. Dass die einfachen Erklärungen oft die falschen sind und dass die eigene Sichtweise immer unvollständig ist. Dass die Zukunft wichtiger ist als die Vergangenheit. Dass Gelegenheiten immer nur einmal kommen. Und dass man für Dinge, die es wert sind, auch mal ein Risiko eingehen muss. Dass ein Tag, an dem man was Neues entdeckt hat, über seinen Horizont hinaus geschaut hat, ein guter Tag ist.“

Der Bereich der Seele, des Inneren, des Spirituellen im Menschen ist für jede und jeden auch eine sehr empfindliche Sphäre. In ihr entscheidet sich, wer der Mensch letztendlich wird. Die Entfaltung der Talente ist wichtig und die Nachfolge Christi genauso. Das Evangelium nach Lukas bringt die Worte Jesu, der spricht: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.“ Und wer von uns möchte es nicht?