Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Monday, November 29, 2021

Wort zum Sonntag vom Bischofsvikar Dr. Peter Tarlinski

21.11.2021 – Wort zum Sonntag

Christkönigsonntag – Hochfest

1. Lesung: Dan 7, 2a.13b-14
2. Lesung: Offb 1, 5b-8
Evangelium: Joh 18, 33b-37

Der Christkönigsonntag stellt die dienliche Herrschaft Jesu Christi in den Mittelpunkt seiner Botschaft. In der Katholischen Kirche wird folgende Präfation, welche das Hochgebet der Heiligen Messe eröffnet, gesungen: „In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Herr, Heiliger Vater, immer und überall zu danken. Du hast Deinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, mit dem Öl der Freude gesalbt zum ewigen Priester und zum König der ganzen Schöpfung. Als makelloses Lamm und friedenstiftendes Opfer hat er sich dargebracht auf dem Altar des Kreuzes, um das Werk der Erlösung zu vollziehen. Wenn einst die ganze Schöpfung seiner Herrschaft unterworfen ist, wird er Dir, seinem Vater, das ewige, alles umfassende Reich übergeben: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens.“

 

Diese Feststellung geht auf das Konzil von Nicäa im Jahre 325 nach Christus zurück. Die Christen der ersten Jahrhunderte bekannten sich zum Glauben an Jesus, den Sohn Gottes, der eines Wesens ist mit dem Vater, der zur Rechten des Vaters sitzt, der wiederkommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten. Dessen Reich und seine Herrschaft werden kein Ende haben.

Papst Pius XI. hat am 11. Dezember 1925 das Christkönigsfest eingeführt. Er begründete seine Entscheidung u.a. mit diesen Worten: “Wenn wir nun anordnen, Christus solle von der ganzen katholischen Welt als König verehrt werden, so wollen wir damit auch dem Bedürfnis unserer Zeit entgegenkommen und ein wirksames Heilmittel jener Pest entgegenstellen, welche die menschliche Gesellschaft befallen hat. Die Pest unserer Zeit ist der sogenannte Laizismus mit seinen Irrtümern und gottlosen Absichten.”

 

Gerade in unserer Zeit werden die dienliche Königsherrschaft Jesu und seine Liebe zu allen Menschen dringend benötigt. Die geflüchteten Menschen an den Grenzenzu Weißrussland brauchen Beachtung und Hilfe. Sie sind keine Gegenstände zum Hin- und Herschieben. Am 11. November 2021 hetzten die polnischen Nationalisten gegen die Juden. Dies ist vollkommen unakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen. Sie verbrannten öffentlich die Rechte, welche den Juden 1264 im Herzogtum Großpolen-Kalisz zuerkannt wurden. Herzog BolesławPobożny (der Fromme) gewährte ihnen Rechtsschutz und wirtschaftliche Gleichberechtigung. Dies sollte allen Menschen garantiert werden, unabhängig von ihrer nationalen, kulturellen und religiösen Identität. Die Juden sind unsere Mitbürgerund aus der christlichen Sicht – unsere älteren Schwestern und Brüder im Glauben an den einen Gott.

 

Die dienende Gottesherrschaft wird daher dringend benötigt, damit die Herzen der Menschen sich nicht vom Bösen überwältigen und den gehässigen Ideen und Handlungen unterordnen lassen.„Lieber Gott, wo bist denn Du? Komm, ich möcht’ Dich sehen. Du willst wohl verborgen sein. Gibst Dich nicht zu schauen. Du bist groß, und ich bin klein, ich will Dir vertrauen“ – Schw. Silja Walter.

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