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In Lauban (Lubań) kehrt man zur Vorkriegstradition zurück.

 

Seit mehreren Jahren arbeiten Laubaner Bürger, der Bürgermeisters Arkadiusz Słowiński, Schwestern vom Orden der Heiligen Maria Magdalena zur Buße und die Kongregation für Gottesdienst und Disziplin der Sakramente daran, dass die Stadt Lauban wieder unter dem Schutz der Heiligen Maria Magdalena steht.

 

Die Mühe hat sich gelohnt, denn Kraft päpstlicher Genehmigung wird diese Heilige nun mit allen rechtlichen und liturgischen Privilegien als Stadtpatronin bestätigt. Die offiziellen Feierlichkeiten zu diesem Ereignis finden am 23. und 24. September statt. Im Rahmen des Festes werden das ganze Jahr über deutsch-polnische Kinder- und Jugendbegegnungen, Symposien, Vorträge und Konzerte zum Thema Maria Magdalena veranstaltet.

 

Die Idee für das Patronat hatte 2010 Bożena Adamczyk-Pogorzelec, Direktorin des Laubaner Museums. Sie organisierte eine Einwohnerbefragung aus der hervorging, dass 97 Prozent der Laubaner sich für das Patronat der Heiligen ausgesprochen haben. Daraufhin wurde ein entsprechender Antrag im Vatikan gestellt.

 

Der Maria Magdalena-Kult hat in Lauban lange Tradition. Bereits 1501 berichtete der Stadtschreiber Johann Koch von einer besonderen Verbundenheit der Stadt zur Heiligen Maria Magdalena. Sie war bereits Schutzpatronin der Stadt in der Vorkriegszeit. Dieses Patronat musste aus formellen Gründen aufgelöst und die Prozedur neu aufgenommen werden.

 

Maria Magdalena wird von den Evangelisten als Begleiterin Jesu und Zeugin der Auferstehung erwähnt. Sie gehörte zu den Frauen, die am Ostermorgen das leere Grab Jesu entdeckten. Nachdem Maria Magdalena den Jüngern davon berichtet hatte, begegnete ihr als erster Christus der Auferstandene und trug ihr die Auferstehungsbotschaft an die Jünger auf. Die Heilige ist Schutzpatronin der Frauen, der Verführten, der reuigen Sünderinnen, der Schüler, Studenten und Gefangenen sowie der Winzer, Weinhändler, Handschuhmacher und Friseure. Sie wird gegen Gewitter, Ungeziefer und Augenleiden angerufen.

K. Kandzia