Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, July 6, 2022

Zusammen singen (+Audio)

SKGD: Liederbuch mit deutschen Volksliedern

Lieder, die von den Mitgliedern der Deutschen Minderheit vor 30 Jahren gerne gesungen wurden, sind nun in einem Liederbuch vereint. Die Tradition des gemeinsamen Singens in deutscher Sprache soll so wiederbelebt werden. 

 

 

„Mir  ist afgefallen, dass bei den gemeinsamen Treffen immer weniger gesungen wird. Es kommen Personen mit einem künstlerischen Programm, aber die Teilnehmer der Treffen singen nicht so gerne mit wie früher“, sagt Zuzanna Herud, Kulturreferentin bei der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien. Sie steht seit 10 Jahren selbst auf der Bühne, vor allem auf Bühnen in der Woiwodschaft Oppeln, auf denen sie gerne singt. Bereits in diesem Zeitraum hat Zuzanna Herud bemerkt, dass das gemeinsame Singen von Klassikern wie „Hohe Tannen“, „Lustig ist das Zigeunerleben“ oder „Schön ist die Jugend“ immer mehr verstummt. „Ich bin mit diesen Liedern aufgewachsen – und so kam ich überhaupt in die deutsche Minderheit, denn ich habe mit einer Gesanggruppe genau diese Volksieder gesungen“, sagt Zuzanna Herud. Auf die Frage, warum immer weniger gesungen wird, hat sie von den DFK-Mitgliedern die Antwort bekommen, sie haben nicht die Texte dazu, der Refrain ist vielleicht noch im Kopf hängen geblieben, aber die Strophen nicht mehr. So beantragte die SKGD letztes Jahr ein Liederbuch.

 

Die Liederbücher werden den DFKs zugeschickt. Foto: ml

 

Die Auswahl der Lieder traf Zuzanna Herud: „Es sind über 70 der bekanntesten Volks- und Weihnachtslieder. Natürlich würde ich gerne noch mehr reinpacken, aber so viele Seiten hatten wir leider nicht zu Verfügung. Zu jedem Lied gibt es Noten, wie in dem deutschen ‚Weg zum Himmel‘, was uns das gemeinsame Singen vereinfachen soll. Ich wünsche mir sehr, dass wir zur Tradition des Singens zurückkehren, es wäre schade wenn das in Vergessenheit gerät“ so Zuzanna Herud. Die Liederbücher werden den Kulturgruppen der Deutschen Minderheit und die DFKs zugeschickt.

 

Manuela Leibig

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