Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Saturday, February 4, 2023

Benedikt XVI verstorben

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist heute (31.12.2022) im Alter von 95 Jahren gestorben. In seinem Leben hatte er auch eine kurze oberschlesische Episode, an die er sich immer wieder gern erinnerte, wie der Oppelner Altbischof Alfons Nossol betont.

Wie das vatikanische Presseamt am Samstagmorgen mitteilte, starb der emeritierte Papst im Alter von 95 Jahren in der Residenz des Klosters Mater Ecclesiae, das er nach seinem Verzicht auf das Petrusamt im Jahr 2013 als Wohnsitz gewählt hatte.

Der Leiter des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, informierte die Öffentlichkeit am Samstagmorgen in einem Kommuniqué über Benedikts Tod. Am Mittag trat Bruni vor die Presse, um zu erklären, dass Benedikt am 28. Dezember das Sakrament der Krankensalbung erhalten habe.

Außerdem ließ Bruni wissen, dass der Leichnam des Verstorbenen ab Montag, 2. Januar, morgens im Petersdom öffentlich aufgebahrt wird, damit die Gläubigen von ihm Abschied nehmen können. Am 5. Januar um 9.30 Uhr wird Papst Franziskus das Requiem für seinen Vorgänger auf dem Petersplatz leiten.

 

 

Noch bevor Joseph Ratzinger, wie Benedikt XVI. mit bürgerlichem Namen hieß, zum Papst gewählt wurde, besuchte er mehrmals die Oppelner Region. Wenige Tage nach der Pilgerfahrt von Johannes Paul II. auf den St. Annaberg, besuchte auch Kardinal Ratzinger auf Einladung des Oppelner Bischofs Alfons Nossol den heiligen Berg der Schlesier und nahm dort an der Männerwallfahrt teil.

Am gleichen Tag wohnte er auch der Grundsteinlegung der Kirche in Chorulla bei Gogolin bei, sodass später die Einwohner des Ortes sagten, der Grundstein ihres Gotteshauses wurde von zwei Päpsten geweiht – von Johannes Paul II. auf dem St. Annaberg und dann von Benedikt XVI. in Chorulla selbst. In Gesprächen mit Alfons NOssol erkundigte sich Papst Benedikt später immer nach „seiner kleinen Kathedrale“, wie er die Kirche in Chorulla nannte. Es war nämlich die einzige außerhalb Bayerns, deren Grundstein er geweiht hatte.

Später besuchte Ratzinger Oppeln u.a. noch im Zusammenhang mit der Tätigkeit der Theologischen Fakultät der Universität Oppeln.

Ru

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