Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, November 30, 2022

Bildung und Jugend

Vertreter der Deutschen Minderheit in Polen trafen sich am 15. November 2016 in der deutschen Botschaft in Warschau mit verschiedenen Mittlerorganisationen zum Jahresplanungsgespräch
Vertreter der Deutschen Minderheit in Polen trafen sich am 15. November 2016 in der deutschen Botschaft in Warschau mit verschiedenen Mittlerorganisationen zum Jahresplanungsgespräch

Ein Mal im Jahr treffen sich Vertreter der Deutschen Minderheit in Polen mit verschiedenen Mittlerorganisationen wie dem Goethe-Institut, dem Institut für Auslandsbeziehungen sowie der Zentralstelle für Auslandsschulwesen, um über Projekte und Strategien für das kommende Jahr zu beraten. In diesem Jahr ging es um die klassischen Themen Bildung und Jugendarbeit.

 

Zum Thema Bildungswesen referierte Ryszard Karolkiewicz vom Verband der deutschen Sozialkulturellen Gesellschaften (VdG) in Polen. Der VdG will Deutschunterricht an mehr Kindergärten einführen und an Schulen den fächerübergreifenden Deutschunterricht verstärken, das bedeutet, dass auch Fächer wie Biologie und Geographie auf Deutsch gelehrt werden. Außerdem soll es mehr Fortbildung und Unterstützung für Lehrer geben. Im außerschulischen Bereich hob Karolkiewicz gut laufende Projekte wie die Samstagskurse, Jugendbox und die Miro Deutsche Fußballschule hervor, die es bereits in mehreren Orten gibt. Dabei unterstrich VdG-Chef Bernard Gajda, er wünsche sich, dass diese Projekte auch von weiteren Organisationen der Deutschen Minderheit umgesetzt werden, damit man nicht ständig Neues erarbeiten müsse, sondern auf bewährte Projekte zurückgreifen kann.

 

Im Bereich Jugend stellte Katrin Koschny den Plan zur Erarbeitung einer neuen Jugendstrategie vor, mit der man Zielgruppen binden und die Jugendarbeit besser koordinieren wolle. Ulrike Wolf, stellvertretende Abteilungsleiterin für Kultur in der deutschen Botschaft, bewertet die Zielsetzung der Deutschen Minderheit im Bereich Bildung und Jugend als sehr positiv. Der deutsche Gesandte Manfred Huterer dankte den Organisatoren der Deutschen Minderheit dafür, dass die sich in die diesjährigen Feierlichkeiten zum deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag so stark eingebracht haben: „Die Deutsche Minderheit ist eine Volksgruppe, die das deutsch-polnische Miteinander im Alltag vorlebt und es nicht nur bei Slogans belässt,“ so Huterer.  Am Vorabend erhielt Rafał Bartek, Vorsitzender der Sozialkulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, eine Dankesurkunde vom deutschen Botschafter Rolf Nikel für sein Engagement um die Deutsche Minderheit und die deutsch-polnische Zusammenarbeit.

 

Die Jahresplanungsgespräche fanden am 15. November in der deutschen Botschaft in Warschau statt.

 

Rudolf Urban, mb

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