Wirtschaft
Die Rufe nach einem Embargo für russische Energielieferungen werden in Deutschland immer lauter. Laut Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck würden sofortige Sanktionen die Bundesrepublik Deutschland hart treffen, aber er spricht von einem Verzicht auf russische Kohle und Öl innerhalb weniger Monate.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer „Kostenexplosion“ für die Unternehmen durch steigende Energiepreise als Folge des Krieges in der Ukraine. Der DIHK forderte die Bundesregierung auf, kurzfristige Stabilisierungsmaßnahmen zu ergreifen.
Als Reaktion auf die vom Westen gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen hat die Regierung in Moskau beschlossen, dass finanzielle Verpflichtungen gegenüber „unfreundlichen Staaten“ ausschließlich in Rubel beglichen werden. Das Finanzministerium in Moskau hat mitgeteilt, dass ein entsprechendes Vorverfahren bereits genehmigt wurde.
Der Mindestlohn im Pflegesektor soll in Deutschland spürbar steigen. Die Pflegekommission, bestehend aus Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie den Bundesministerien für Arbeit und Gesundheit, hat sich in Berlin darauf verständigt, dass bereits zum 1. April dieses Jahres die Erhöhungen je nach Qualifikation zwischen 2,6 Prozent und 5,6 Prozent liegen werden.
Die Deutsche Bahn (DB) hat nach eigenen Angaben ein Logistiknetz für den Transport von Waren in die Ukraine eingerichtet. „Wir werden die leidenden Menschen in der Ukraine nicht allein lassen“, sagte Sigrid Nikutta, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn und zuständig für den Güterverkehr. In Zusammenarbeit mit der polnischen Tochtergesellschaft von DB Cargo und den ukrainischen Eisenbahnen werden die Spenden mit Güterzügen in die Ukraine transportiert.
Mit einem starken Anstieg der Exporte und Importe um fast 20 Prozent erreichte der deutsche Handel mit Mittel- und Osteuropa im Jahr 2021 einen neuen Rekord. Zum ersten Mal überstieg der Gesamtumsatz eine halbe Billion Euro: „Deutsche Unternehmen und ihre Partner in der Region leisten angesichts der anhaltenden Pandemieeinschränkungen eine großartige Arbeit“, sagt Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft.
Die Experten des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo rechnen in diesem Jahr mit einem starken Anstieg der Lebensmittelpreise und bereiten die Öffentlichkeit auf den kommenden Preisschock vor.