Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Der Berg des Friedens

Am Nordrand des Waldenburger Berglandes, gelegen auf einem Hügel, befindet sich das Städtchen Hohenfriedeberg (heute Dobromierz). Bereits 1307 wurde es schriftlich als „Vrideberch“ belegt. 100 Jahr später hat Hohenfriedeberg das Stadtrecht verliehen bekommen.

Nahe des Rathauses befindet sich ein Johannes-Nepomuk-Denkmal aus dem Jahr 1728.

Einer alten Sage nach sollen zwei Brüder den Ort gegründet haben. Jahrelang waren sie miteinander zerstritten. Nachdem sie sich wieder vertragen hatten, beschlossen sie, eine Stadt zu bauen und die Siedlung „Friedeberg“ zu nennen.

Wenn man heute durch die engen Gassen der Stadt schlendert, spürt man ihre die alte Seele.

Wenn man heute durch die engen Gassen der Stadt schlendert, spürt man sofort, dass Hohenfriedeberg eine alte Seele hat. Die zierlichen Mietshäuser reihen sich elegant aneinander. Die meisten wurden nach

Das heutige Rathaus wurde 1909 gebaut.

einem Stadtbrand im Jahr 1827 gebaut. Auf dem schmucken Rathaus aus dem Jahr 1909 sind zwei goldene Buchstaben „W“ abgebildet, durchtrennt von einem Pfeil – das Wappen von Hohenfriedeberg. Die ganze Bebauung des Zentrums ist über 200 Jahre alt. Wohin das Auge reicht, gibt es was Interessantes zu besichtigen. Über der Stadt ragen zwei Kirchentürme hervor. Der eine gehört der Stadtpfarrkirche St. Michael, die 1634 aus Stein errichtet wurde. An der Kirche befindet sich der Familienfriedhof des Adelsgeschlechts Mutius, der einzige

Die Mietshäuser im Stadtzentrum wurden nach dem Stadtbrand im Jahr 1827 gebaut.
Fotos: A. Durecka

noch völlig erhaltene Privatfriedhof in Schlesien. Der zweite Turm gehört der den hll. Petrus und Paulus geweihten Kirche, die zuerst ein evangelisches Gotteshaus war. Sie entstand an der Stelle des ehemaligen Bethauses von 1742 nach Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel. In der Nähe der Kirche ruht Fedor Sommer, Pädagoge und Dichter, der Hochfriedeberg über 30 Gedichte widmete. Sommer schrieb 1895  auch die Geschichte der Stadt nieder. In der Nähe der Kirche befindet sich das Schloss Hohenfriedeberg, das 1727 von Christoph Ferdinand von Nimptsch in barockem Stil errichtet wurde. Umgeben von einem Park ist es heute Privatbesitz und nur von der Straße aus zu bewundern.

 

 

Anna Durecka

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