Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Friday, December 9, 2022

Dialog ist wichtig

Für ein vertieftes Gespräch blieb nur wenig Zeit. Foto: SKGD
Für ein vertieftes Gespräch blieb nur wenig Zeit. Foto: SKGD

Bevor sich Adam Bodnar, der polnische Bürgerrechtsbeauftragte, mit den Einwohnern der Gemeinde Groß Döbern traf, sprach er mit Vertretern der deutschen Minderheit in der Region. Hauptthema war die Stadterweiterung Oppelns.

 

Beim Gespräch mit der deutschen Minderheit ging es konkret um die Wahrung der Rechte der Minderheiten, die sowohl in den polnischen als auch den europäischen Gesetzen niedergeschrieben sind. “So kann man dem Stadterweiterungsprozess zumindest ein Gutes abgewinnen: Die Öffentlichkeit wurde auf die Minderheitenrechte aufmerksam gemacht, die im Zusammenhang mit dem Prozess nicht gesichert wurden”, sagt Rafał Bartek und meint damit das Verbot von Grenzveränderungen jeglicher Art, die die nationale Zusammensetzung eines Gebietes verändern würde.

 

Grundtenor des Treffens mit Adam Bodnar nahm allerdings der Appell ein, trotz der scheinbar unwiderruflichen Entscheidung der Regierung weiterhin auf einen Dialog hinzuarbeiten. Dieser habe, so Bartek, während des ganzen Stadterweiterungsprozesses zwar gefehlt, aber der Bürgerrechtsbeauftragte habe darauf hingewiesen, dass man nicht nur den juristischen Weg gehen dürfe.” Herr Bodnar unterstrich, dass es nach einem Gerichtsprozess, aus dem die eine oder andere Seite klar als Verlierer hervorgeht, immer viel schwieriger ist, zu einem Dialog zurückzufinden”, sagt Rafał Bartek.

 

Vor dem Treffen mit der deutschen Minderheit und den Einwohnern von Groß Döbern, sprach Bürgerrechtsbeauftragter Bodnar mit dem Oppelner Woiwoden Adrian Czubak, dem Stadtpräsidenten Arkadiusz Wiśniewski sowie dem Oppelner Bischof Andrzej Czaja.

 

Rudolf Urban

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