Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Die Jugend zieht Bilanz 

Die jungen Leute aus Walzen wollten wissen, was die Mitgliedschaft in der Europäischen Union für Polen und andere Länder bedeutet. Das haben sie am 29. Mai herausgefunden. Der Jugendrat der Gemeinde hatte zu einer Debatte mit dem Titel „20 Jahre EU – haben wir die Chancen und Möglichkeiten genutzt?“ eingeladen. Es ging jung und international zu.

Der Jugendgemeinderat Walzen startet in diesem Jahr seine nächste Amtszeit. Sie begannen mit der Ausarbeitung von Ideen für Projekte, die sie organisieren wollten.

„Die Jugendlichen wussten von Anfang an, dass sie etwas mit einem europäischen Thema organisieren wollten“, erinnert sich die Betreuerin des Jugendrates, Izabela Waloszek. „Hier bot sich direkt eine Debatte an. Wir beschlossen, das Thema der 20-jährigen Mitgliedschaft Polens in der EU aufzugreifen und mit Menschen, die auf verschiedenen Ebenen arbeiten, darüber zu sprechen.“

Der Walzener Jugendrat lud hochrangige Gäste zu Gesprächen über die EU ein.
Fotos: Gemeinde Walzen

Sie fügt hinzu, dass die komplette Verantwortung der Organisation bei den Jugendlichen lag. Sie selbst mussten den Antrag vorbereiten, die Gäste einladen, die Technik organisieren und den Saal für die Veranstaltung vorbereiten. Bei der Wahl der Panelisten und der Technik erhielten sie Unterstützung von der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit.

Die Debatte begann um 10 Uhr im Gemeindekulturhaus in Walzen. Da die Debatte sich an junge Leute richten sollte, hatten die Jugendlichen die Jugendräte aus Gogolin, Ujest, Malapane und der Partnergemeinde Česká Ves in Tschechien eingeladen.

„Die Debatte stieß auch auf großes Interesse unter den Bewohnern unserer Gemeinde. Es kamen sowohl Jugendliche als auch Personen aus den verschiedenen Organisationen, die bei uns tätig sind, wie der Stiftung für Dorfentwicklung und den DFKs”, erklärt Izabela Waloszek

Nach der Begrüßung begann die Debatte, moderiert von Redakteur Krzysztof Zyzik. Die Panelisten waren breit ausgestellt, um das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die internationalen Eindrücke brachten Bartosz Marcinkowski, Berater in der Abteilung für EU-Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik, Abteilung für Außenpolitik der Europäischen Union im polnischen Außenministerium, Sejm-Abgeordnete Danuta Jazłowiecka, Martin Kremer, Generalkonsul vom Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Breslau und Dr. Artur Żurakowski, Honorarkonsul der Tschechischen Republik in Oppeln. Über den regionalen und lokalen Einfluss der EU sprachen Zuzanna Donath-Kasiura, Vize-Marschallin der Woiwodschaft Oppeln, Rafał Bartek, Vorsitzender des Oppelner Regionalparlaments und Vorsitzender des VdG, Rafał Miczka, Gemeindevorsteher von Walce und sein Vorgänger Marek Śmiech, Petr Mudra, Gemeindevorsteher von Ceská Ves und Filip Worm, Direktor der Grundschule in Ceská Ves. Die Perspektive der Jugend brachten Vertreter der Jugendräte in Walzen und Ceská Ves ein.

„Bei der Debatte sind die Panelisten zum Entschluss gekommen, dass die letzten 20 Jahre gut genutzt wurden. Die Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Kultur haben das Leben der Bürger verbessert und neue Chancen für die Jugend geschaffen”, so Lucjan Dzumla vom HDPZ.

Die lokalen Akteure betonten, dass die letzten zwei Jahrzehnte eine Zeit dynamischer Entwicklung und Veränderung waren. Die Gemeinde Walzen hat, wie viele andere auch, von den EU-Fonds für Infrastrukturinvestitionen profitiert.

„Die wichtigsten Investitionen in Walzen umfassten beispielsweise die Sanierung von Straßen, die Modernisierung von Schulen und den Ausbau des Kulturhauses”, erklärten die Walzner Regionalpolitiker.

Die Jugendlichen fügten hinzu, dass sich dank dessen die Einwohner über eine bessere Infrastruktur freuen können, und die lokale Gemeinschaft Zugang zu modernen Bildungs- und Kultureinrichtungen erhalten hat.

Die Jugendlichen hoben hervor, dass die Integration in die EU ihnen zahlreiche Möglichkeiten eröffnet hat.

Auch die Reisefreiheit und die offenen Grenzen wurden thematisiert. Die Jugend erkennt die Vorteile der EU-Mitgliedschaft. Das Erasmus-Programm und verschiedene internationale Austauschprogramme bieten ihnen die Möglichkeit, im Ausland zu studieren, neue Kulturen kennenzulernen und internationale Freundschaften zu schließen. Die Möglichkeit, ohne Visa- und Reisebeschränkungen zu reisen, hat ihnen neue Horizonte eröffnet.

Die Diskussionen und Reflexionen während der Debatte führten zu einer tiefen Wertschätzung der Fortschritte, die Polen in den letzten 20 Jahren als EU-Mitglied gemacht hat. Die Jugendlichen hoben hervor, dass die Integration in die EU ihnen zahlreiche Möglichkeiten eröffnet hat, die vorher undenkbar gewesen wären. Besonders stolz waren sie auf die erfolgreichen Projekte, die mit EU-Fördermitteln realisiert wurden, und die positiven Auswirkungen auf ihre lokale Gemeinschaft.

Andrea Polański

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