Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, November 30, 2022

Die rote Perle Kattowitz

Nikischschacht ist ein charakteristischer Stadtteil von Kattowitz. Er begeistert nicht nur die Oberschlesier, aber auch Touristen, die in die Region um Kattowitz kommen, besuchen den magischen Ort. Vor allem die markante und robuste Architektur macht die Gegend so besonders.

 

Das Wahrzeichen von Nikischschacht sind Rosen.
Foto: Apo

 

Die Geschichte von Nikischschacht beginnt 1908, als die deutschen Architekten Emil und Georg Zillmann aus Charlottenburg für die Bergwerksgesellschaft von Georg von Giesches Erben ein Arbeiterviertel entwerfen sollten. Es sollte am Gutsbezirk Gieschewald in der Nähe von Kattowitz für die Arbeiter der Gieschegrube entstehen. Bis zum Jahr 1914 wurde der Stadtteil fertiggestellt und diente als Wohnort für 5.000 Bergleute und Beamten. Nach den Schlesischen Aufständen wurde Nikischschacht 1922 Teil der Zweiten Polnischen Republik.

Arnold Langer ist Student, lebt seit kurzem in Nikischschacht und interessiert sich für die Geschichte des Ortes.
„Die Geschichte Nikischschachts passt sich perfekt in die industrielle Geschichte Schlesiens ein. Die Brüder Zillman hielten beim planen und bauen des Arbeiterviertels einen bestimmten Stil ein. Die Wohnhäuser, auch „Familoki“ genannt, bilden Rechtecke in dessen Mitte die Gärten der Einwohner waren. Das ganze Viertel beeindruckt durch die Roten Ziegelsteine, aus denen alles gebaut ist. Ein besonderer Hingucker sind de unikaten rot angestrichenen Fensterrahmen.“
In der Mitte von Nikischschacht ist heutzutage eine Post, aber vor 100 Jahren war dort die Zentrale des Direktors der örtlichen Kohlengrube. Was immer Aufmerksamkeit erregt ist das Motiv der Rosen auf dem Gebäude.

„Da die Rosen sehr einzigartig und besonders sind, sind sie das Wahrzeichen des Stadtteils. Eine andere Besonderheit Nikischschachts sind die vielen kleinen Details der Brüder Zillman. Man sieht mit jedem Schritt, dass bei jedem Haus etwas anderes ist. Vor allem geht es dabei um die Eingänge und Einfahrten, die in verschiedenen Stilen gehalten sind.“

Es lohnt sich Nikischschacht zu besuchen und während eines Spaziergangs durch die Straßen die Atmosphäre des Ortes zu genießen.

 

Andrea Polański

Hervorhebung:
Nach den Schlesischen Aufständen wurde Nikischschacht 1922 Teil der Zweiten Polnischen Republik.

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