Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Thursday, July 7, 2022

Eigene Geschichte schreiben

Es gibt Neuheiten im Archiv der Erzählten Geschichte des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit. Im Rahmen des Wettbewerbes „Mój Hajmat – moja ojczyzna“ sind mehrere Arbeiten eingesendet worden. Es wurden acht Gewinnertexte ausgewählt, die jetzt in Form von Broschüren herausgegeben worden sind. Die Gewinnertexte wurden in den vergangenen Wochen auch in unserer Zeitung veröffentlicht.


Der Wettbewerb basierte auf der Grundlage des Archivs der Erzählten Geschichte – also auf Geschichten. Hierbei kann es um verschiedene Themen gehen, wie die zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen auf der Internetseite www.e-historie.pl belegen. Diesmal ging es ganz spezifisch um die eigene Wahrnehmung der Heimat.

 

Die acht Broschüren sind kostenfrei im Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Oppeln erhältlich.
Fot: ap

„Wir wollten die individuellen Perspektiven kennenlernen, also das, wie Heimat verstanden wird,“ erklärt die Projektkoordinatorin Martyna Halek. „Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Sichtweisen hier sehr breit aufgestellt sind. Für manche ist es der Geburtsort, für andere ist es die Familie, noch andere sehen in der heimischen Natur ihrer Heimat oder es wird einfach als ein menschliches Gefühl gesehen. Aus den eingesendeten Werken sticht aber vor allem eine Heimatverbundenheit hervor, die mit ganz bestimmten Orten und Menschen zusammenhängt.“

Unter den Gewinnertexten gibt es solche, die Zeitzeugen selbst verfasst haben. Sie schreiben über ihre eigene Geschichte, ihre Erlebnisse, darunter auch über den Zweiten Weltkrieg. Die zweite Art der Texte basiert auf bestimmten Ortschaften. Diese Arbeiten wurden wiederum von jungen Menschen eingereicht, die Heimat mit spezifischen Orten verbinden.
„Wir sehen hier ganz deutlich zwei Perspektiven“, unterstreicht Halek. „Es ist interessant, die unterschiedlichen Herangehensweisen zur Heimat miteinander zur vergleichen. Keine davon ist besser oder schlechter, denn beide sind wertvoll und können den Menschen helfen, für sich selbst Heimat zur definieren.“

Die acht Broschüren sind kostenfrei im Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit in Oppeln erhältlich.

Andrea Polański

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