Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wednesday, December 7, 2022

Ein Bindeglied zu Deutsch

Foto: Miasto Kolo

Seit Februar dieses Jahres ist in der Ortschaft Kolo in Großpolen ein neuer Verein tätig, dessen Mitglieder auch Deutsche sind. Der Verein der Nationalen Minderheiten in Kolo (VNM) soll ab sofort die Menschen repräsentieren, die ihr Dasein als Volksgruppe pflegen wollen. Möglich machte es vor allem die Zusammenarbeit mit Grünberg.

 

Die Gründung des VNM ist stark mit dem Unterricht des Deutschen als Minderheitensprache verbunden. Da die Stadt Kolo (Koło) in den letzten beiden Jahren über 2 Millionen Zloty Zuwendung für diesen Unterricht bekommen hat, beschloss die Verwaltung die Nachfrage nach Deutsch auch in die sozial-kulturelle Tätigkeit aufyunehmen. Viele Bewohner von Kolo waren bereits Mitglieder in der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen Minderheit (SKGDM) in Grünberg, da beide Ortschaften jedoch fast 300 Kilometer voneinander entfernt sind, beschloss der Grünberger Vorstand mit der Stadtverwaltung über das Entstehen eines eigenen Vereins in Kolo zu sprechen. Da man sich alle Türen offen lassen wollte, beschloss man sich nicht nur auf die deutsche Minderheit zu begrenzen, sondern den Verein als Verein der Nationalen Minderheit zu gründen, ohne eine konkrete Minderheit zu nennen.

 

Um den Verein aus der Taufe zu heben, engagierte sich der Bürgermeister von Kolo Stanisław Maciaszek persönlich. Dem Politiker sei es vor allem wichtig, dass der Verein als Bindeglied zwischen den Bewohnern und der deutschen Sprache dient. Deutsch sei eine der führenden Sprachen Europas und schaffe wichtige soziale und wirtschaftliche Möglichkeiten, so Maciaszek.

 

Zum Einstand des Vereines gab es auch gleich ein gemeinsames Projekt. Am 28. März wurde im Kulturhaus der Stadt Kolo ein Konzert mit deutscher und europäischer Musik veranstaltet. Mitveranstalter war die Deutsche Minderheit aus Grünberg.

 

Zur Vorsitzenden der neuen Gesellschaft wurde Frau Aleksandra Golon – eine Deutschlehrerin – gewählt.

 

Łukasz Biły

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