Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Ein Schluck Mineralwasser

Bad Karlsbrunn (Karlova Studánka) im heute tschechischen Freudenthal, gilt als einer der schönsten Kurorte des Landes. Besonders berühmt ist die Gegend für ihre eisenhaltigen Quellen und die Sauerbrunnen. Wer einmal das Wasser in Bad Karlsbrunn gekostet hat, der bleibt für immer ein Fan.

Zu einem der schönsten und imposantesten gehört heute das Kurhaus „Das Schlesische Haus“ (Slezský dům).
Foto: A. Durecka

Bad Karlsbrunn entstand nicht als Kurort sondern als eine Bergmannsiedlung, die bis 1803 den Namen Hinnewieder trug. Die ersten Quellen dort entdeckte 1785 Erzherzog Maximilian Franz von Österreich. Anfänglich gab es noch keine Kurhäuser im Ort, die Gäste reisten daher an einem Tag an und wieder ab. Daher auch der Spitzname und späterer Ortsname von Bad Karlsbrunn Hinnewieder (hin und wieder). Der Kurort war der Lieblingsbadeort sowohl von Maximilian, wie auch später von Karl von Österreich-Teschen. Zu Ehren des Erzherzogs wurde die Kurortschaft 1803 in Bad Karlsbrunn umbenannt. Die Bekanntheit des Kurortes wuchs. Es wurde immer mehr Kurhäuser gebaut. Zu einem der schönsten und imposantesten gehört heute das Kurhaus „Das Schlesische Haus“ (Slezský dům), das allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.

Die ersten Quellen entdeckte 1785 Erzherzog Maximilian Franz von Österreich.

In der alten Trinkhalle kann man noch heute kostenlos Mineralwasser schöpfen.
Fotos: A. Durecka

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Trinkhalle an der Hauptstraße, die 1895 gebaut wurde. Sie wurde über der sog. Wilhelms-Quelle errichtet. Es ist ein hölzerner Pavillon, der von einer Laterne gekrönt wird. Auch heute noch kann man dort kostenlos Mineralwasser schöpfen. Sehenswert ist auch der hölzerne Musiksaal. Das Gebäude wurde zwischen 1836 und 1837 als Kurhaus erbaut. Ein weiteres Beispiel der Holzarchitektur ist die Hubertuskapelle, das älteste der erwähnten Bauwerke, die zwischen 1757 und 1758 errichtet wurde. Im Inneren befinden sich ein barocker Altar und ein Gemälde des heiligen Hubertus aus dem Jahr 1758.

Anna Durecka

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