Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Thursday, December 1, 2022

Forschung bleibt belebt

Teilnehmer der Germanistischen Werkstatt. In der Mitte mit den Blumen die Veranstalterinnen Dr. Felicja Księżyk und Dr. Gabriela Jelitto-Piechulik   Quelle: Gabriela Jelitto-Piechulik
Teilnehmer der Germanistischen Werkstatt. In der Mitte mit den Blumen die Veranstalterinnen Dr. Felicja Księżyk und Dr. Gabriela Jelitto-Piechulik
Quelle: Gabriela Jelitto-Piechulik

Am Institut für Germanistik der Universität Oppeln fand am 12. und 13. Mai bereits zum siebten Mal die internationale Konferenz „Germanistische Werkstatt“ statt. Dieses wissenschaftliche Unternehmen ist ein Diskussions- und Präsentationsforum für junge WissenschaftlerInnen, die an ihren Promotions-, Habilitationsprojekten und anderen Forschungsinitiativen arbeiten.

 

In diesem Jahr sind der Einladung rund 40 TeilnehmerInnen aus universitären Zentren in Deutschland, Russland, der Tschechischen Republik und Polen gefolgt. „Dies zeugt davon, dass die geisteswissenschaftliche Forschung lebendig und die Ausrichtung darauf, qualifizierende Forschungsprojekte zur öffentlichen Diskussion zu stellen, gewinnbringend ist“, sagt Dr. Gabriela Jelitto-Piechulik, Mitveranstalterin der Werkstatt. An der diesjährigen Konferenz nahmen auch einige Personen teil, die bereits der ersten Germanistischen Werkstatt vor knapp 20 Jahren (1997) beigewohnt haben.

 

Das Programm der diesjährigen Werkstatt zeigte, wie themenvielfältig die wissenschaftlichen Projekte und Forschungsansätze sind. In der Sprachwissenschaft wurden u.a. Themen aus dem Bereich der Fachkommunikation, des Wissenstransfers, diskurslinguistische sowie phraseologische Aspekte, ebenso wie linguistische Phänomene angesprochen. In den literatur- und kulturwissenschaftlichen Beiträgen der Konferenz wurden Themen zur Diskussion gestellt, die in den Kanon der literaturwissenschaftlichen Betrachtung gehören und die sich u.a. auf Aspekte der einzelnen literarischen Epochen wie Mittelalter, Aufklärung, Romantik, Naturalismus, Neuromantik und Gegenwart beziehen. Außerdem wurden Forschungsansätze angesprochen, die die literarisch und kulturgeschichtlich spezifischen Aspekte von Regionalliteraturen mitberücksichtigen. „Diese thematische Vielfalt zeigt, dass es sich lohnt, trotz der in der modernen Gesellschaft vorherrschenden Geringschätzung humanistischer Fächer, sich auch für die Geisteswissenschaften zu interessieren und Entdeckereifer zu zeigen“, meint Dr. Jelitto-Piechulik. Die präsentierten Referate werden in einem Konferenzband zusammengefasst, der noch in diesem Jahr im Verlag der Universität Oppoln erscheint.

 

IG/adur

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