Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Gefragter als Italien

Mit Motorrädern, Oldtimern und Elektrofahrzeugen legt der europäische Verein „Wheels for Europe“ mit Sitz in Mainz auf den Straßen Europas ein rollendes Bekenntnis für Europa ab. Und das nun schon seit fünf Jahren. Nach Reisezielen wie Frankreich und Italien waren nun Breslau und die Woiwodschaft Oppeln dran.

Polen als Reiseziel wurde anlässlich 20 Jahre Mitgliedschaft Polens in der EU gewählt. Für ge-wöhnlich finden die Reisen gegen den Europatag am 9. Mai statt. Da aber am 9. Juni Europa-wahlen sind, wurde die Reise auf das erste Juniwochenende verlegt.


25 Oldtimer und 40 Motorräder rollten am vergangenen Wochenende durch die Straßen Schle-siens.
Foto: Manuela Leibig

Letztes Jahr besuchten Vertreter des Vereins das Büro der Vertretung der Woiwodschaft Oppeln in Mainz und wollten eine Reise nach Schlesien in die Wege leiten: „Am Anfang war die Rede von 20-30 Personen. Wir haben gemeinsam einen Reiseplan erarbeitet. Dann gab es hier in Op-peln im Herbst ein organisatorischen Treffen und nun realisieren wir die Pläne. Was mich sehr freut, ist, dass sich letzten Endes 68 Mitglieder des Vereins für diese Reise entschieden haben. Es sind 25 Oldtimer und 40 Motorräder mit EU-Fahnen, die hier durch die Straßen rollen“ sagt Przemysław Łebzuch, Vertreter der Woiwodschaft Oppeln in Mainz. Ueber die Hälfte aller 120 Mitglieder des Vereins „Wheels for Europe“, die in Italien, Polen, Frankreich und Deutschland leben, besuchten also Schlesien. „Jeder, der die Demokratie in Europa stärken möchte, ist uns herzlich willkommen“, betont Franz Joachim Schubert, Schatzmeister von „Wheels for Europe“.

Franz Joachim Schubert: „Jeder, der die Demokratie in Europa stärken möchte, ist uns herzlich willkommen.“

Viele der Gäste sind das erste Mal in Polen, andere wiederrum sind hier verwurzelt: „Die Moti-vation war, die Landschaft und die Orte zu sehen, wo sie selbst oder die Eltern geboren und auf-gewachsen sind. Viele waren lange nicht mehr hier und unsere Reise hat den Anlass gegeben, noch einmal nach Schlesien zu kommen“, erzählt Franz Joachim Schubert. „Im gesamten Vor-stand waren wir sehr angenehm überrascht, dass der Zuspruch, nach Schlesien zu fahren, so groß war. Denn wenn wir Italien auswählen, wissen wir, gehen sofort alle Finger hoch, Bella Italia, Sonnenschein, usw. Aber dass wir mit mehr Leuten nach Polen gekommen sind, als wir in Italien dabeihatten, ist für uns überwältigend“, verrät Walter Strutz, Präsident von „Wheels for Europe“.

25 Oldtimer und 40 Motorräder rollten am vergangenen Wochenende durch die Straßen Schlesiens.
Foto: Manuela Leibig

Auf dem Plan der Reise: Besuche und Stadtführungen von Breslau, Patschkau, Ziegenhals Oppeln und Schloss Moschen, danach ging es weiter nach Pilsen in Tschechien. Die Orte waren nicht zufällig gewählt: „Wir haben Mitglieder, die aus Breslau und Ziegenhals stammen, und die waren natürlich goldwert bei der Organisation, weil sie persönliche Kontakte dorthin haben, das waren unsere Botschafter“, so Walter Strutz.

Manuela Leibig

 

 

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