Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Hermannstadt im Fokus

Während sich in Polen die Aufregung nach den Kommunalwahlen langsam legt, laufen die Vorbereitungen in Rumänien auf Hochtouren. Auch dort sind die Deutschen nicht nur gesellschaftlich und kulturell sondern auch politisch aktiv. Besonders Sibiu (Deutsch Hermannstadt) steht für die Volksgruppe im politischen Fokus.

Astrid Fodor.
Foto: RaresHud/Wikimedia Commons.

Mit den Wahlen Anfang Juni in Rumänien steht die deutsche Minderheit in Hermannstadt vor einer entscheidenden Phase ihrer politischer Aktivität, besonders wenn es um Astrid Fodor geht. Fodor ist seit 2014 Bürgermeisterin von Sibiu und wird sich erneut zur Wiederwahl stellen. Damit bemüht sich die Politikerin nicht nur darum, weitere 4 Jahre ihren Beruf ausüben zu dürfen, sondern hat auch in besonders große Fußstapfen zu treten. Der Hausherr von Hermannstadt wird sich nämlich immer mit dem Vermächtnis von Klaus Iohannis messen müssen. Dieser ist hauptverantwortlich für den rasanten Aufschwung von Sibiu und erntet heute als Staatspräsident den Lohn dafür.

Wie ist die Stimmung Frau Fodors vor den Wahlen? Trotz potenzieller Negativität betonen sie und ihre Mitstreiter ihre Entschlossenheit, sich auf positive Leistungen zu konzentrieren und eine konstruktive Herangehensweise beizubehalten. Gerüchte über eine vorzeitige Amtsübergabe an einen Gegenkandidaten während ihrer Amtszeit werden bewusst ignoriert, da sie sich stattdessen auf die Kontinuität und Stabilität ihrer Arbeit fokussiere.

Insgesamt wird deutlich, dass die deutsche Minderheit in Hermannstadt bestrebt ist, in der lokalen Politik präsent zu sein und sich für die Interessen der gesamten Gemeinschaft einzusetzen.

Als politische Basis agiert für Fodor das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH). Dieses strebt an, seine bestehende Mission fortzusetzen, ohne das Rad neu zu erfinden. Man betont die Bedeutung, dass Hermannstadt weiterhin eine führende Position unter den europäischen Städten einnimmt, und setzt sich für eine starke Zusammenarbeit mit den städtischen Behörden ein, um Projekte erfolgreich umzusetzen. Dabei wird die langjährige Verbundenheit der deutschen Gemeinschaft mit Hermannstadt und ihr Beitrag zur Stadtentwicklung hervorgehoben.

Dr. Paul Jürgen Porr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR), strebt ebenfalls einen Sitz im Stadtrat an und betont die Bedeutung einer bürgernahen Politik. Diese Politik, die sich nicht nur auf die Interessen des Forums, sondern vor allem auf die Bedürfnisse der gesamten Bürgerschaft konzentriert, wird als grundlegend für eine erfolgreiche Stadtentwicklung angesehen. Ähnlich betont Paul Kuttesch, dass seine Kandidatur eine staatsbürgerliche Pflicht ist und dass er sich für die Verbesserung der Lebensqualität in Hermannstadt einsetzen will.

Insgesamt wird deutlich, dass die deutsche Minderheit in Hermannstadt bestrebt ist, in der lokalen Politik präsent zu sein und sich für die Interessen der gesamten Gemeinschaft einzusetzen. Durch eine konstruktive und bürgernahe Politik strebt sie danach, Hermannstadt als einen Ort zu erhalten, an dem sich alle Einwohner willkommen und zu Hause fühlen können. Diese Bemühungen zielen darauf ab, die kontinuierliche Entwicklung und den Erfolg der Stadt als führende europäische Gemeinde zu sichern.

Łukasz Biły

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