Friedrich Iwan und die Künstlerkolonie im Riesengebirge
Das Riesengebirgsmuseum in Hirschberg (heute Jelenia Góra) lädt am 13. Februar 2026 um 17:00 Uhr zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Im Kreis der Künstler der Riesengebirgs-Künstlerkolonie: Friedrich Iwan“ ein. Die Ausstellung zeigt das Werk eines der bedeutendsten Künstler dieser regionalen Schule und eröffnet eine Ausstellungsreihe über das Phänomen der Riesengebirgs-Künstlerkolonie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die polnische und deutsche Kultur miteinander verbindet.
Friedrich Iwan – Leben und Werk
Friedrich Iwan wurde am 8. August 1889 in Landeshut (heute Kamienna Góra, Niederschlesien) geboren und starb am 8. Januar 1967 in Wangen im Allgäu. Er war ein deutscher Maler und Grafiker, bekannt vor allem für Landschaftsdarstellungen des Riesengebirges und farbenprächtige Radierungen, die häufig als Vorlagen für Postkarten genutzt wurden.

Von 1903 bis 1914 studierte Iwan an renommierten Kunstakademien in Breslau und Berlin, und während des Ersten Weltkriegs fertigte er zahlreiche Landschaftszeichnungen an den östlichen Fronten an. Nach dem Krieg ließ er sich mit seiner Familie im Riesengebirge nieder – zunächst in Krummhübel (heute Karpacz) und später in Hirschberg (Jelenia Góra) – wo er seine Kunst weiterentwickelte, insbesondere in der Technik farbiger Radierungen, Aquarelle und Ölgemälde.
In der Ausstellung in Hirschberg werden über 300 Werke Iwans – Grafiken, Aquarelle, Ölgemälde und Erinnerungsstücke an den Künstler – aus den Sammlungen des Riesengebirgsmuseums, des Schlesischen Museums in Görlitz und aus Privatkollektionen gezeigt.
Besonders bekannt wurde Iwan durch seine winterlichen Landschaftsdarstellungen des Riesengebirges, die er im Freien malte und dabei seine Leidenschaft für Skifahren und Wandern mit der Malerei verband. Außerdem entwarf er Exlibris und entwickelte innovative grafische Techniken, bei denen er Stahl, Feder und Farbe einsetzte.
Ausstellung und Bildungsprogramm
In der Ausstellung in Hirschberg werden über 300 Werke Iwans gezeigt – darunter Grafiken, Aquarelle, Ölgemälde und Erinnerungsstücke an den Künstler – aus den Sammlungen des Riesengebirgsmuseums, des Schlesischen Museums in Görlitz sowie aus Privatkollektionen. Während der Vernissage besteht die Möglichkeit, den Enkel des Künstlers, Peter Iwan, zu treffen, der persönliche Erinnerungen teilt und Einblicke in das private Leben von Friedrich Iwan gibt.

Begleitend zur Ausstellung wird ein Paket an Bildungs- und Vermittlungsmaßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen aus Polen und Deutschland angeboten. Das Projekt zielt darauf ab, die Kulturlandschaft des Riesengebirges in einem breiteren, europäischen Kontext zu fördern, und wird in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum in Görlitz und mit Förderung durch die Deutsch-Polnische Zusammenarbeit Stiftung realisiert.
Die Ausstellung ist vom 13. Februar bis 31. August 2026 geöffnet und steht unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland in Breslau, Herrn Martin Kremer.

