Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Prioritäten aufs Tapet

„Ich bin bei den letzten Kommunalwahlen zum Gemeindevorsteher von Tarnau gewählt worden und habe meine ersten Wochen im Amt damit verbracht, mich mit dem Amt vertraut zu machen und mit all den Dingen, die bereits angelaufen sind. Gemeint sind u. a. die Vorbereitungen im kommunalen Verkehr und die Investitionen, die bereits im Gange sind, vor allem Straßenbauprojekte, die beaufsichtigt werden müssen, da sie noch im Rahmen der „Polnischen Ordnung“ durchgeführt werden und die Fristen für ihre Fertigstellung und Abrechnung bald ablaufen. Dies sind Prioritäten, auf die ich mich bereits konzentriere.

Rudolf Urban
Foto: privat

Ein sehr wichtiges Thema für die Gemeinde Tarnau ist aber auch die Frage des Abwassertarifs. Ende November letzten Jahres hat das Oppelner Wasser- und Abwasserunternehmen WiK, an dem wir beteiligt sind, den Tarif drastisch von 6,50 auf fast 23 Złoty pro Kubikmeter Abwasser erhöht, was eine enorme Belastung für die Taschen aller an dieses Abwassersystem angeschlossenen Bewohner darstellt. Daher halte ich diese Angelegenheit für dringlich. Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird, denn das WiK und vielleicht auch die Stadt Oppeln werden sicher nicht so schnell bereit sein, einer Senkung dieses Tarifs zuzustimmen. Dennoch muss alles getan werden, um diese Tarife herabzusetzen.

Zumal das Energieschild bald ausläuft, sodass die Menschen noch mehr für Energie bezahlen werden, während sie bereits einen sehr hohen Abwassertarif haben. Das macht es für eine normale Familie immer schwieriger, über die Runden zu kommen.

Mit Blick auf die Zukunft wird der KPO, der bald in vollem Umfang in Kraft treten wird, für alle Kommunen in Polen, also auch für uns, eine wichtige Herausforderung darstellen. Deshalb müssen wir uns in kürzester Zeit ins Zeug legen, um möglichst viele EU-Mittel für die Entwicklung der Gemeinde zu erhalten“, sagte der Gemeindevorsteher von Tarnau, Dr. Rudolf Urban.

 

Notiert von Krzysztof Świerc

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