Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Friday, December 9, 2022

Reiher bei Nacht

 

Anfang Dezember eröffnete im Naturkundemuseum in Allenstein eine neue Ausstellung. Andrzej Waszczuk, ein bekannter Tierphotograph aus Guttstadt (Dobre Miasto), präsentiert dort bis zum 10. März 2019 einen großen Teil seiner Photos aus dem Zyklus „Das nächtliche Leben der Reiher“.

 

Foto: Uwe Hahnkamp
Andrzej Waszczuk (Mitte) bei der Eröffnung, links von ihm Dr. Kinga Raińska vom Museum von Ermland und Masuren, rechts der Leiter des Naturkundemuseums Marian Szymkiewicz

Andrzej „Szczurek“ Waszczuk beobachtet, filmt und photographiert Vögel schon seit vielen Jahren. Ergebnis seines Schaffens sind einige Bildbände und viele Ausstellungen. Seine Photos waren unter anderem schon im Haus Kopernikus zu sehen, dem Sitz der Allensteiner Gesellschaft Deutscher Minderheit. In den letzten Jahren hat er sich mit dem nächtlichen Leben der Reiher vor allem im Feuchtgebiet des südlichen Zaunsees (Jezioro Sunia) bei Queetz (Kwiecewo) beschäftigt. Das gemeinsame Übernachten in Ansammlungen von bis zu einigen Tausend Exemplaren ist ein wichtiges Element des gesellschaftlichen Lebens der Reiher.

Die im Naturkundemuseum in Allenstein gezeigten Photos wirken auf den ersten Blick, als seien sie am späten Nachmittag und zum Teil bei Nebel geschossen worden. „Das liegt an der langen Belichtungszeit von 10-15 Minuten“, erklärte Andrzej Waszczuk, „das Licht kommt meist von den umliegenden Orten.“ Aus diesem Grund musste er auch die Beleuchtung seiner Kamera hermetisch abschirmen, damit sie nicht störte. Diese und weitere technische und organisatorische Schwierigkeiten bei der Entstehung der Bilder beschrieb er den neugierigen Gästen bei der Vernissage.

Ergänzt wurde die Eröffnung der Ausstellung durch die Präsentation von Andrzej Waszczuks Film „Ermland, ein Vogelparadies“ („Warmia – ptasi raj“), der unter anderem das Sammeln und Übernachten der Reiher und anderer Vögel zeigt, und Grundlage des gleichnamigen Bildbandes ist.

 

 

Uwe Hahnkamp

 

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