In der heutigen Sendung berichten wir von den zentralen Feierlichkeiten zur Oberschlesischen Tragödie in Lamsdorf.
1945
Am Wegesrand nahe der Oder beim Oppelner Stadtteil Königlich Neudorf (Nowa Wieś Królewska) steht einsam (aber nicht verlassen) ein Grab für drei unbekannte Soldaten des Zweiten Weltkrieges, die hier im Januar 1945 gefallen sind. Dass die Grabstelle jahrelang gepflegt wurde, hat sie einem Bewohner des Dorfes zu verdanken.
Heute (30.01.2022) gedachte die deutsche Minderheit den Opfern der Oberschlesischen Tragödie. Um 15 Uhr begann in der Kirche St. Maria Magdalena in Lamsdorf eine zweisprachige Gedenkandacht für alle Opfer der Nachkriegszeit. Geleitet wurde sie vom Diakon Marek Dziony.
Im Januar erinnern die Deutschen in Oberschlesien, ebenso wie viele Kulturinstitutionen, an die Opfer der Oberschlesischen Tragödie vom Januar 1945. In zahlreichen Ortschaften der Woiwodschaften Oppeln und Schlesien werden in den kommenden Tagen Gedenkveranstaltungen organisiert.
Mit Prof. Grzegorz Jasiński, Historiker und Experte für die Geschichte Masurens, sprach der masurische Sozialaktivist Dr. Alfred Czesla über die Geschichte und die Identität der evangelischen Protestantenin Masuren und Ermland nach 1945.
In Zusammenarbeit mit dem Verband der Deutschen Gesellschaften organisierte das Museum in Myslowitz die Vorführung des Films „Auf den Spuren der Vergangenheit. Arbeitslager in Oberschlesien nach dem II. Weltkrieg“. Das war das erste „Donnerstags-Treffen“ nach langer Pause.
Neisse ist eine der ältesten Städte in Schlesien. Quellen berichten bereits 1223 von einer Siedlung an dem Fluss Glatzer Neiße. Neisse entstand an der Kreuzung wichtiger Handelswege, was eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Stadt spielte.
Die Gedenkfeier für die Toten des Lagers Zgoda war im vorigen Jahr geprägt vom 25. Jubiläum des Gedenkens, aber auch durch die einschränkenden Bestimmungen, die die Pandemie erforderte. In diesem Jahr sind diese Einschränkungen erfreulicherweise jedoch gelockert. Das ermutigt zu der Hoffnung, dass sich dieses Mal wieder mehr Besucherinnen und Besucher zur Gedenkfeier in Zgoda einfinden werden. Wir laden dazu herzlich ein.
Das „Jahrbuch der Deutschen in Polen“ erscheint in diesem Jahr in seiner bereits 10. Ausgabe. Das Jahrbuch soll einen Überblick geben über das, was die Deutschen in Polen im vergangenen Jahr gemacht haben. Es will aber auch Themen in den Mittelpunkt stellen, die der Deutschen Minderheit in Polen wichtig sind – die Sprachförderung etwa. Und das Jahrbuch will einen Ausblick geben auf das, was kommt in diesem Jahr. Wir haben, zusammen mit Bernard Gaida und Monika Wittek, einen Blick in das Buch geworfen.
Erst vor ein paar Jahren begann die Renovierung der evangelischen Kapelle und Schule in Russdorf (Posada), in der Gemeinde Reichenau (Bogatynia) in Niederschlesien. Im letzten Moment muss man dazu sagen, denn noch ein paar weitere Jahre – und keiner hätte das historische Gebäude vor dem kompletten Verfall retten können.











