Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

Heimat

Buch über Nachkriegsschicksale der deutschen Frauen

Ungehört. Geschichten, die verschwiegen wurden

Rosmarie Becker aus Pommern, Edith Gleisl aus Ostpreußen, Friederike Niesner aus Mähren, Gertrud Müller aus Oberschlesien, Emma Weis aus Mähren und Ria Schneider aus der Batschka. Sechs verschiedene Frauen, sechs verschiedene Lebensgeschichten. Und dennoch etwas, das sie alle verbindet: Alle sechs mussten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen.

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Tradition zum Jahresende:

UPDATE: Alle Kalender sind bereits vergeben! Danke für die Teilnehme!

Gewinnen Sie den exklusiven Kalender 2026 des  Schlesischen Bauernverbandes!

Es ist eine liebgewonnene Tradition: Auch in diesem Jahr brachte der Verband Schlesischer Bauern seinen beliebten Themenkalender heraus. Das Motto für 2026 lautet „Schlesische Landarchitektur“. Während das Prachtstück normalerweise exklusiv für Mitglieder und Sponsoren reserviert ist, haben die Leser von Neues Wochenblatt.pl auch diesmal wieder eine besondere Chance ihn zu ergattern.

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Bücher des VdG: „Grunowen oder Das vergangene Leben“

Ein Roman über die Rückkehr – und das, was sich nicht zurückholen lässt

Arno Surminskis Roman „Grunowen oder Das vergangene Leben“ ist mehr als eine nostalgische Rückschau – er ist ein vielschichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der ostpreußischen Nachkriegsgeschichte. Im Mittelpunkt steht die Reise zweier Männer, Felix Malotka und Werner Tolksdorf, die in der Rückkehr in das ehemalige ostpreußische Grunowen nicht nur ihre persönliche Vergangenheit aufleben lassen, sondern sich auch mit kollektiven Erinnerungen, Verlusten und offenen Wunden konfrontieren.

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Breslau – Heimat der Rheno-Palatia

Die Geburtsstunde der Rheno-Palatia in Breslau vor 125 Jahren

Am 14. Juni fand das 125. Stiftungsfest der Studentenverbindung Rheno-Palatia Breslau zu Mainz an ihrem Gründungsort statt. Trotz der nun weiten Entfernung zur ehemaligen Heimat trägt die Verbindung noch immer Breslau im Namen und fühlt sich mit Schlesien verbunden.Read More …

Vielfalt schafft Heimat – Wie Minderheiten in Liegnitz die Zukunft mitgestalten

Die deutsche Minderheit in Liegnitz (Legnica) spielt eine wichtige Rolle bei der Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes der Stadt. Damian Stefaniak, Vorsitzender der deutschen Minderheit, erläutert im Gespräch mit Victoria Matuschek wie die deutschen Wurzeln Liegnitz’ in moderne Projekte eingebunden werden, welche Kooperationen geplant sind und welche Bedeutung das deutsche Erbe für die Identität der Gemeinschaft und das multikulturelle Zusammenleben hat.

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Heinz Barisch erzählt von seiner Rückkehr in die Heimat

Die deutsch-polnische Freundschaft und wie ich sie erlebte

Es war im Jahre 1973, ich besuchte mit meinem Bruder Günther zusammen meine verloren geglaubte oberschlesische Heimat, die ich vor 27 Jahren als zwölfjähriges Kind, wegen der russischen Front verlassen hatte. Als Heimat kannte ich nur meine Geburtsstadt Zülz mit ihrer näheren Umgebung, unsere Kreisstadt Neustadt, Arnoldsdorf am Fuße der Bischofskoppe und Otmut an der Oder, da begleiteten wir Kinder die Zülzer Fußballmannschaft zu einem Spiel, sonst hatte ich von meiner Heimat nichts gesehen.Read More …

Tourismus und Kulturerbe in Niederschlesien

Saisonstart in Liegnitz: Deutsche Geschichte als touristisches Potenzial

Kurz vor dem verlängerten Maiwochenende wurde in Liegnitz offiziell die neue Tourismussaison in Niederschlesien eröffnet. Auf dem Programm standen Debatten, Filmpräsentationen, Vorträge und historische Spaziergänge durch Liegnitz statt. Mit dabei war auch der Vorsitzende der deutschen Minderheit in Liegnitz, Damian Stefaniak, der auf der deutsche Kulturerbe Niederschlesiens und besonders Liegnitz erinnerte.

Debatte über den Einfluss des Tourismus

Damian Stefaniak (zweiter von rechts) betonte die Bedeutung des deutschen Kulturerbes der Stadt.
Quelle: privat

„Ich hatte die Ehre, an der Debatte „Der Puls des Tourismus – prägt das Reisen die lokalen Gemeinschaften?“ teilzunehmen, zusammen mit Gästen wie der stellvertretenden Bürgermeisterin Aleksandra Krzeszewska, Jakub Feiga – Direktor der Niederschlesischen Tourismusorganisation, und Magdalena Rygiel – Leiterin des Witelon-Zentrums in Liegnitz“, berichtet Damian Stefaniak, der auch beruflich mit der Tourismusbranche verbunden ist. Er machte aber keinen Hehl daraus, dass er die deutsche Minderheit repräsentiert. Schließlich bilde die deutsche Gemeinschaft seit Jahrhunderten die Identität der Stadt.

Heimatbegriff aus Sicht der deutschen Minderheit

„In meinen Ausführungen habe ich versucht, Werte zu vermitteln, die der deutschen Minderheit besonders am Herzen liegen, wie z. B. Heimat – ein Begriff, der in der polnischen Sprache keine direkte Entsprechung hat. Ich bot meine Definition von Heimat an: Es ist alles, was wir vom höchsten Kirchturm unserer Stadt aus sehen können – es ist unsere Welt, unser Platz auf der Erde“, führt Damian Stefaniak weiter.

Liegnitzer Gurken und die Tradition der Konservenherstellung

Der Chef der Liegnitzer Deutschen erinnerte während der Debatte, dass Vorkriegsliegnitz unter anderem durch seine Liegnitzer Bombe und die berühmten Liegnitzer Gurken bekannt war: Beides traditionelle Produkte, die ein Element des heutigen touristischen Angebotes der Stadt sein könnten.

Liegnitz wurde über Jahrhunderte als Gurkenstadt bezeichnet. Und das nicht ohne Grund. Der Gemüseanbau, insbesondere der Anbau von Gurken und Kohl, entwickelte sich hier dynamisch. Es entstanden mehrere Unternehmen, die sich mit der Verarbeitung dieser Produkte beschäftigten. Eine der ältesten wurde 1770 von J. Grolich gegründet. Er beschäftigte sich nicht nur mit der Produktion von Gemüse, sondern auch mit dessen Großhandel. Grolich besaß in der heutigen Stroma-Straße Fabriken für Essiggurken, Gurkenkonserven, Essiggurken, Gewürzgurken und Sauerkraut.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren neben Grolich auch die Liegnitzer Unternehmen O. Pucher, E. Peikert, E. Kukulies und ab Anfang des 20. Jahrhunderts G. Sobansky Potentaten der Gurkenverarbeitung. Vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs war Liegnitz der wichtigste Produzent von Gurken nicht nur in Schlesien, sondern auch in ganz Ostdeutschland. Aus diesem Grund wurden viele Postkarten humorvoll mit dem Motto: Gurkenstadt Liegnitz verziert.

Die Liegnitzer Bombe: Wiederentdeckung einer Spezialität

So sieht die echte Liegnitzer Bombe aus.
Foto: Schläsinger/Wikipedia

Die Liegnitzer Bombe, eine Pfefferkuchen-Spezialität aus Liegnitz, ein kleiner runder Kuchen aus braunem Lebkuchenteig mit einer Frucht-Marzipan-Füllung, wurde zuerst von den Gebrüder Müller 1853 gebacken. Mit der Zeit haben drei Liegnitzer Unternehmen die Liegnitzer Bombe gebacken und vertrieben. Nach 1945 wurde das Rezept und der Kuchen selber vergessen. Erst der Liegnitzer Jürgen Gretschel belebte diese kulinarische Tradition weiter. Trotzdem ist aber in dieser Hinsicht noch viel zu machen. Da ist Damian Stefaniak überzeugt. „Heute sind diese Produkte paradoxerweise in Görlitz leichter zu finden als hier“.

Die Liegnitzer Bombe und die Liegnitzer Gurken sind beides traditionelle Produkte, die ein Element des heutigen touristischen Angebotes der Stadt sein könnten, ist sich Damian Stefaniak sicher.

Gemeinsame Geschichte als Chance für die Zukunft

Etwa 200-300 Personen hörten sich die Debatte auf dem Marktplatz von Liegnitz an.
Quelle: privat

Doch nicht nur von den kulinarischen Traditionen der deutschen Liegnitzer kann die Stadt heute profitieren. Liegnitz hat viele berühmten Söhne und Töchter, tolle Denkmäler und eine einmalige Geschichte, an die es sich lohnt zu erinnern, meint der Vorsitzende der Liegnitzer Deutschen.

„Etwa 200–300 Personen hörten sich die Debatte auf dem Marktplatz von Liegnitz an. Ich wurde äußerst freundlich empfangen – anstelle von Pfiffen oder Buhrufen hörte ich donnernden Beifall. Das ist der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, miteinander zu reden und eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, die aus dem Reichtum unserer Geschichte schöpft“, so Damian Stefaniak.

Quellen: www.liegnitz.pl, www.portal.legnica.eu

Zwischen den Welten – Heimat und Identität im Konflikt

Was die Westverschiebung Polens für das Leben und Heimatempfinden meiner Großeltern bedeutet hat, habe ich bereits im ersten Artikel über meine Familiengeschichte behandelt. Doch wie prägen mentale Grenzen, die oft mit geografischen einhergehen, unser Gefühl von Zugehörigkeit und Identität? Und warum sind persönliche Geschichten im historischen Kontext überhaupt so wichtig? Ein erneuter Blick auf das Schicksal einer Familie der deutschen Minderheit in Oberschlesien.

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