Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Tanzend durch Schlesien

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32 Jugendliche aus Hermannstadt (Sibiu) und Schäßburg (Sighișoara) in Rumänien machten sich Anfang Juni auf den Weg nach Oppeln. Mitglieder der Tanzgruppen der Deutschen Foren in den beiden Städten waren zu Gast bei der Deutschen Minderheit in Polen und entdeckten dabei Schlesien.

Letztes Jahr besuchte das DFK Jugendblasorchester der Gemeinde Chronstau die Deutschen in Rumänien und verbrachte einige Tage beim Musizieren in Siebenbürgen. Dieses Jahr stand der Gegenbesuch an. Nach einer fast 16 Stunden langen Busfahrt kam die Jugendgruppe endlich in Oppeln an. Der Besuch begann in der Gemeinde Chronstau, wo die Gruppe direkt beim Jugendfest zum 20-jährigen Jubiläum des Beitritts Polens zur EU teilnahm. Dort trafen die Mitglieder der Tanzgruppen auf die alten Freunde und es wurde gemeinsam musiziert und getanzt.

Die Jugendlichen besuchten unter anderem die Eichendorff-Bibliothek in Oppeln.
Foto: Johanna Kezdi

Am Sonntag, den 2. Juni, ging es für die Gruppe zur Minderheitenwallfahrt auf den St. Annaberg. Anschließend präsentierten die Jugendlichen ihre Tanzkünste beim XXXII. Wettbewerb für Kinder- und Jugendgruppen der Deutschen Minderheit.

„Unsere Tanzgruppen führten gemeinsam den Hettling Aufmarsch vor, und die Gruppen aus Schäßburg und Hermannstadt jeweils einzeln die Tänze Westgötha, Jungsächsisch und die Sudetendeutsche Tanzfolge”, erklärt Johanna Kezdi, Jugendreferentin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien. „Wir wurden vom Publikum sehr gut aufgenommen und wir fanden es auch toll, andere Musiker und Tänzer zu treffen.”

Die Woche in Polen war sehr aktiv. Nach dem kulturellen Wochenende ging es touristisch weiter. Die Jugendlichen besuchten den Jurapark in Krascheow, das Museum der Eisenhütte in Malapane, das Oppelner Dorfmuseum, das Schloss Moschen, sie wanderten auf die Bischofskoppe und machten eine Bootsfahrt über den Turawa-See. Einen ganzen Tag verbrachte die Gruppe auch in Oppeln, wo sie die Geschichte der Deutschen in Polen kennenlernte. „Die meisten aus unserer Gruppe waren noch nie in Polen und hatten auch keine großen Bezüge zu den hier lebenden Deutschen, daher war es in Oppeln umso interessanter, die Stadt aus dieser Perspektive kennenzulernen”, so Johanna Kezdi.

Mitglieder der Tanzgruppen trafen auf alte Freunde. Es wurde gemeinsam musiziert und getanzt.

Die Tänzerinnen und Tänzer besuchten das Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen, die Eichendorff-Bibliothek, das Jugendzentrum und das Forschungszentrum der deutschen Minderheit. Die deutschen Spuren in Oppeln erkundeten die Gäste aus Siebenbürgen bei einer Stadtrallye.

Es ging für die Gruppe auch nach Breslau, wo sie dem Deutschen Konsulat einen Besuch abstatteten. „Wir stellten als Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien unsere Aktivitäten vor und erzählten auch über unsere gute Zusammenarbeit mit der Jugend Europäischer Volksgruppen. Gesprächsthema war auch der Deutschunterricht und die Rolle der Europäischen Union in unserem Leben.”  Der letzte Programmpunkt der Woche war der Besuch des KZ Auschwitz.

Nach dieser aktiven Woche fiel der Abschied von Schlesien schwer, doch die Jugendgruppe der Deutschen Minderheit aus Rumänien hofft, dass dies nicht ihr letzter Besuch in Polen war.

 

 

ap

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