Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Sunday, December 4, 2022

Waldenburg: Rund um das Schloss Fürstenstein (Teil II)

Vor einer Woche begannen wir eine Wanderung durch die Umgebung von Schloss Fürstenstein und besuchten unter anderem die Alte Burg. Diesmal setzen wir unseren Spaziergang fort und besichtigen dabei zwei weitere Schlösser, die sehr oft von den Touristen vernachlässigt werden.

 

                 An der Eibe „Bolko“. Foto: Łukasz Malkusz

 

Wir machen genau dort weiter, wo wir das letzte Mal aufgehört haben – bei der Eibe „Bolko“. Weiter führt uns der grüne Wanderweg nach Polsnitz (Pełcznica), das ein Teil von Freiburg (Świebodzice) ist. Die Geschichte des Ortes fing bereits im 11. Jahrhundert an, ab dem 13. Jahrhundert war er mit dem Schloss Fürstenstein verbunden. Am längsten, zwischen 1509 und 1945, gehörte Polsnitz der Familie von Hochberg. Sehenswert sind heute vor allem die Ruinen der gotischen Annakirche aus dem 14. Jahrhundert, die sich an der Mikulicza-Straβe befinden. Aus dem 19. Jahrhundert stammen die Gebäude des sogenannten „Kalten Vorwerks“, zwei Mühlen und mehrere Wohnhäuser.

 

Der Alte Adelssitz…
Die Grünen Zeichen führen uns in wenigen Minuten aus dem Ort heraus. Die nächste Stunde ist ein angenehmer Spaziergang durch den Wald, wir gewinnen nur ganz langsam und kaum bemerkbar an Höhe. Letztendlich kommen wir an der Burg Zeiskenberg an. Die Burg wurde zwischen 1242 und 1327 gebaut. In den folgenden Jahrhunderten wechselten sehr oft die Schlossherren, sodass keiner hier länger residierte oder sich besonders um die Burg kümmerte. Zu den Eigentümern zählten unter anderem die Familien von Czettritz, von Bolze, von Seydlitz und die Piasten aus Schweidnitz (Świdnica). Als im 17. Jahrhundert die Familie von Czeschhaus in der Gegend herrschte, wurde der Sitz aus der Burg nach Adelsbach (Struga) verlegt. Zeiskenberg verfiel immer mehr zur Ruine, von der jedoch bis heute noch viel übriggeblieben ist. Die Mauern und Überreste des Turmes sind weiter imposant und auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

…und der neue Adelssitz
Weiter folgen wir dem blauen Wanderweg. Dieser führt uns zuerst gemütlich durch den Wald und dann über Felder. Es ist der Teil unserer Wanderung mit den schönsten Ausblicken. Wir sehen das Waldenburger Bergland, in dem die Massive des Hochwaldes (Chełmiec) und Sattelwaldes (Trójgarb) dominieren. Nach etwa 60 Minuten gelangen wir auf diese Weise nach Adelsbach. In diesem Dorf, das die Burg Zeiskenberg als Adelssitz beerbte, ist vor allem das barocke Schloss sehenswert, das im 17. und 18. Jahrhundert auf der Basis eines Guthauses im Renaissance-Stil errichtet wurde. Interessant ist auch die Schmerzensmutter-Kirche aus dem Jahre 1532.
Über dem Dorf erhebt sich der Gipfel des Sachsberges (Sas). Auf die 515 Meter hohe Spitze führt zwar keine gekennzeichnete Wanderroute, trotzdem ist sie leicht in wenigen Minuten zu erklimmen. Der Waldrand beim Gipfel bietet ein weiteres Panorama des Waldenburger Berglandes. Vom Sachsberg kehren wir auf dem blauen Wanderweg zurück, der uns in etwa einer Stunde bis nach Bad Salzbrunn (Szczawno-Zdrój) führen wird. Hier endet auch diesmal unser Spaziergang. Dieser bekannte Kurort ist so interessant, dass man ihm eigentlich einen separaten Ausflug widmen müsste. Von hier aus kann man problemlos mit Hilfe von Nahverkehrsmitteln zurück zum Bahnhof oder zu den Parkplätzen bei Fürstenstein kommen.

 

 

Łukasz Malkusz

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