Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Monday, December 5, 2022

„Wir brauchen mehr Platz!“

Der DFK Deschowitz ist ein aktiver Kreis, in dem viel los ist. Trotz der Pandemie funktionieren dort Seniorenklub, Kinderklub, Musikschule und es werden Samstagskurse veranstaltet. Doch der Platz ist knapp für so viele Aktivitäten. Jetzt wollen die Mitglieder mehr Raum und haben schon eine Idee, wohin sie umziehen wollen.

 

„Wir träumen von einem neuem Sitz, wo wir uns so richtig wohl fühlen können und endlich mehr Platz für all unsere Initiativen haben, denn jetzt ist nicht genügend Platz vorhanden“, meint Brygida Labisz, Vorsitzende des DFKs Deschowitz.

 

Ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden der SKGD, Rafał Bartek (r.), dem Vorstandsmitglied der SKGD, Joanna Hassa (2. v. l.), der Vorsitzenden des DFKs Deschowitz, Brygida Labisz (Mitte) und der Bürgermeisterin Sybila Zimerman (2. v. r.) sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Artur Gasz (l.) fand in Deschowitz statt.
Foto: Brygida Labisz

Gute Aussichten

Der mögliche Umzug des DFKs in ein größeres Gebäude wird seit langem diskutiert. Der neue Sitz könnte der ehemalige Kindergarten an der Pfarrer-Miarka-Straße in Deschowitz sein. Das Gebäude wartet seit mehreren Jahren auf einen neuen Eigentümer und die Stadtverwaltung ist bereit, es der Deutschen Minderheit zu übergeben. Dies wurde nicht nur mit Mitgliedern des Kreises, sondern auch mit der Geschäftsführung der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien besprochen.
In Deschowitz fand ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden der SKGD Rafał Bartek, dem Vorstandsmitglied der SKGD, Joanna Hassa, der Vorsitzenden des DFKs Deschowitz, Brygida Labisz und der Bürgermeisterin Sybila Zimerman sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Artur Gasz statt.

„Das Gebäude steht seit dem Jahr 2014 leer und wir haben schon genaue Vorstellungen, was wir darin machen können. Das kann ich schon mit meinem Augen sehen. Unten Senioren, im Erdgeschoss deutscher Kindergarten und in der oberen Etage unsere Musikschule mit 84 Schülern,“ zählt Brygida Labisz auf. „Wenn es die Deutsche Minderheit übernimmt, profitiert jeder. Wir haben mehr Raum und die Gemeindeverwaltung kann sicher sein, dass wir sich darum kümmern“.

Es war das erste Gespräch über die Möglichkeit der Übergabe des Gebäudes, doch es muss noch überlegt werden, ob es angesichts der Kosten realisierbar ist. Die Gemeindebehörden sehen diese Idee positiv.

 

DFK weiterhin sehr aktiv

Der Vorsitzender der SKGD Rafał Bartek kommentiert die Sache bodenständig und sagt zu diesem Projekt kein “Nein”. „Es war das erste Arbeitstreffen und es gibt noch keine Entscheidungen. Bisher wissen wir, wie das Gebäude aussieht, in welchem ​​Zustand es ist und welche, wenn überhaupt, finanzielle Ausgaben erforderlich sein würden,“ meint Rafał Bartek.

Trotz des knappen Raums und der Pandemie funktioniert der DFK auf Hochtouren. Bis zum 27. März fanden Workshops des Seniorenklubs in kleinen Gruppen statt und die Senioren konnten sich kreativ austoben. Sport und Gymnastik im Park wurde ebenfalls durchgezogen. Auch der Musikunterricht zieht die jüngsten Mitglieder an. Jetzt musste die Tätigkeit ausgesetzt werden, doch das heißt noch lange nicht, es wird nichts getan.

„Natürlich haben wir Angst, uns jetzt zu treffen, aber ich lasse doch meine Senioren nicht alleine! Wir erledigen Einkäufe für sie und wir hatten auch eine Osterüberraschung für sie“, meint Brygida Labisz.

Dominika Bassek

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