Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Thursday, December 1, 2022

Wort zum Sonntag vom Bischofsvkar Peter Tarlinski

 

3. Sonntag im Jahreskreis – B

1. Lesung: Jona 3,1-5.10
2. Lesung: 1 Kor 7,29-31
Evangelium: Mk 1,14-20

 

 

 

 

Covid-19 ist aus unserem Leben im Augenblick nicht wegzudenken. Dennoch ist es wichtig, unser Leben mit der Pandemie weiter zu gestalten. Sie ist nun da. Trotz der schwierigen Umständen und eingeschränkter Lebensweise – die Perspektive, Mensch zu werden, ist uns geblieben. „Man lernt nie aus“, „man kann immer etwas dazu lernen“ oder „niemand ist perfekt“, das ist nicht nur eine Feststellung, dass wir nicht vollkommen sind, sondern eher ein Hinweis, dass wir uns entfalten und somit mehr Mensch werden können.

 

Im Buch Jona lesen wir über den Lebenswandel der Einwohner von Ninive. Der Prophet hat sie zur Umkehr von ihren bösen Taten aufgerufen, damit ihre Stadt nicht zerstört wird. Sie folgten dem Wort, welches im Namen Gottes ausgesprochen wurde, und „Sie riefen ein Fasten aus und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht“. Mensch zu werden geht immer dann, wenn es gewollt und angestrebt wird.

 

Weil die Gestalt dieser Welt vergeht, ruft der Apostel Paulus die Einwohner von Korinth zum Umdenken auf. Die Zeit auf Erden ist für die Menschen begrenzt. Sich an das Vergängliche, das Irdische zu klammern, macht wenig Sinn. Jeder soll sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine. Christus ist seine Zukunft. Mit Christus kann der Mensch mehr werden als er ist, er kann mit Christus an Menschlichkeit zunehmen, reifen. Daher, „wer kauft“, sollte sich so verhalten, „als würde er nie Eigentümer, wer sich die Welt zunutze macht, als nutzte er sie nicht.“ Haben und frei sein, die Möglichkeiten in dieser Welt zum Guten nutzen, aber nicht von ihnen abhängig zu sein, das überdauert in Ewigkeit.

 

Vor allem jedoch ruft Jesus persönlich die Menschen zu einem Neubeginn auf. In Galiläa verkündete er seine Botschaft und sprach: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Die Menschen glaubten ihm und begannen, neu zu leben. Der Evangelist Markus beschreibt den Umbruch bei den Fischern am See Genezareth. Als Jesus dort entlangging, „sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.“ Sacha Veitl, Autor des Buches „ABC des Glücks. Der eigenen Seele Gutes tun“, schreibt: „Wo immer ich auch stehe, heute, jetzt und hier, wo immer ich auch gehe, ich habe stets die Wahl und die Kraft, umzukehren und meinem Leben eine andere Richtung zu geben.“ Möglich auch für uns?

 

 

Die Lesugen finden Sie hier:

III Niedziela zwykła – B

 

 

 

 

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