Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wort zum Sonntag von Bischofsvikar Peter Tarlinski

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23.06.2024 – 12. Sonntag im Jahreskreis – B

 

  1. Lesung: Ijob 38,1.8-11
  2. Lesung: 2 Kor 5,14-17

Evangelium: Mk 4,35-41

 

Europäische Euphorie

Begeisterung, gute Stimmung, Zusammenhalt, spannende Unterhaltung, geleistete Unterstützung, Fröhlichkeit – das alles finden wir unter den Fans der Fußball Europameisterschaft. Die Spieler setzen ihr Können und ihre Kräfte ein. Die Mannschaften überraschen mit ihren taktischen Varianten einer erfolgreichen Spielführung. Einige der Ballkünstler rufen bei den Zuschauern Bewunderung hervor. Eine außergewöhnliche Leistung der Spieler wird mit Applaus honoriert und sie selbst werden für fußballbegeisterte Kinder und Jugendliche zu Vorbildern. Dieser Vorgang ist im Evangelium zu finden, wenn auch auf eine andere Art und Weise.

 

Jesus wird bewundert

Jesus und seine Jünger waren unterwegs zum anderen Ufer des Sees Genezareth. „Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm und die Wellen schlugen in das Boot, sodass es sich mit Wasser zu füllen begann. Jesus aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief.
Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen? Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst?
Habt ihr noch keinen Glauben? Da ergriff sie große Furcht und sie sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass ihm sogar der Wind und das Meer gehorchen?“ Das Naturwunder, welches Jesus vollbracht hat, versetzte die Jünger ins Staunen, aus dem nicht nur ihre Furcht erwuchs sondern auch ihre Bewunderung, ihre Hochachtung bis hin zur Verehrung. Für die Jünger wird Jesus zum Vorbild.

Eine Fußball Europameisterschaft hilft, die Einsamkeit des Einzelnen zu überwinden.

Kann Jesus heute begeistern?

Persönlich könnten wir in unserem Leben Momente und Ereignisse finden, in denen wir von Jesus angetan waren, über ihn staunten und seine Worte und Taten bewunderten. Für jede und jeden hat er etwas Belebendes parat. Der Apostel Paulus schrieb an die Glaubenden in Korinth: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Das Neue besteht im Durchbrechen der Einsamkeit, der Isolation, der Ausgrenzung, des Gefangen-Sein in sich selbst. „Die Liebe Christi drängt uns,“ – lesen wir im genannten Brief – „da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, (…) damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.“ Für Christus zu leben, wie Jesus zu sein, bedeutet die christliche Gemeinschaft aufzubauen, die Mitmenschen für ein Leben nach dem Evangelium zu begeistern und eine erneuerte Menschheit entstehen lassen.

 

Gemeinschaft gestalten

Eine Fußball Europameisterschaft hilft, die Einsamkeit des Einzelnen zu überwinden. Sie reißt mit und begeistert durch den Zusammenhalt. Das ist ein wertvolles, aufbauendes Ereignis.  Christus bringt die Gemeinschaft der Glaubenden zusammen. Er hilft mit Mut und Zuversicht, das Leben gemeinsam zu gestalten. Lassen wir uns von IHM begeistern.

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