Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Wort zum Sonntag von Bischofsvikar Peter Tarlinski

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30.06.2024 – Sonntag im Jahreskreis – B

  1. Lesung: Weish 1, 13–15; 2, 23–24
  2. Lesung: 2 Kor 8, 7.9.13–15

Evangelium: Mk 5,21-43

In den letzten Tagen wurde viel über den Urlaub gesprochen. Auch wenn es im Laufe der vergangenen Monate bereits einige freie Tage zum Entspannen gegeben hatte, haben die Sommerferien doch ihren eigenen Reiz und Stellenwert. Sie dauern länger, die Sonne steht hoch, die Temperaturen reichen von angenehm bis hitzig, die Reiseziele werden entfernter und nicht selten exotischer. Die einen wollen Spaß haben und stürzen sich in die Menschenmenge und den Lärm der Touristen-Hochburgen. Die anderen bevorzugen für sich ruhige, eher abgeschiedene Orte und lassen die Natur auf sich einwirken. Nicht selten suchen die Menschen ihre innere Ruhe und einen Frieden mit sich, mit Gott und den Mitmenschen.

Umfangreicher denken

Eine umfangreiche Perspektive, einen erweiterten Horizont zum Nachdenken, bieten die Texte der Bibel an. Im Buch der Weisheit, aus dem am 13. Sonntag im Jahreskreis gelesen wird, wird auf die Freundlichkeit des Lebens und der Umwelt hingewiesen. Wenn etwas Störendes auftaucht, dann sind dies die Machenschaften des Bösen. Hören wir einmal hin: „Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles geschaffen und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich der Unterwelt hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich. Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören.“

Die biblische Sichtweise ist und bleibt in ihren Grund-Weisheiten zeitlos.

Das Böse bringt den Tod

Gott hat die Welt und den Menschen als gut erschaffen. Die geistigen Lebewesen (die Bibel nennt sie Engel) und die Menschen (ein Abbild Gottes) verfügen über Entscheidungsfreiheit. Ein Teil der Engel stellte sich gegen Gott und entschied sich für alles, was im Gegensatz zu Gott steht. Der Sammelbegriff Teufel oder Satan meint übernatürliche Wesen mit dämonischen Kräften. Der Teufel strebt danach, alles, was Gott an Sicherheit, Zufriedenheit, Lebensfreude, Wohlergehen gewährt, zu zerstören. Er handelt nach eigenem freien Willen und aus eigener Kraft, bleibt jedoch der Macht Gottes weitgehend unterlegen. Der Teufel stilisiert sich zum Herrscher dieser Welt und richtet große Schäden an, indem er die Menschen immer wieder vom rechten Weg der Treue zu Natur und ihrem Schöpfer abbringt. Der Teufel ist bestrebt, die Welt mit den Menschen an sich zu reißen und letztendlich in den Tod, ins Verderben, in einen Werte-Zerfall zu stürzen.

Doch für unsere Zeit

Diese Sichtweise mag den Eindruck hervorrufen, dass sie aus einer anderen Zeit kommt. Dem ist es nicht so. Die biblische Sichtweise ist und bleibt in ihren Grund-Weisheiten zeitlos. Sie baut auf, führt zu Gott, warnt vor den Gefahren, deutet auf die Ursachen des Guten und Bösen hin. In einer Zeit der unübersichtlichen Ideen-Vielfalt, bietet sich die Bibel als Quelle der stabilen Lebensprinzipien bestens an.

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