Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Saturday, December 3, 2022

Zwei Traditionen

V.l.n.r.: Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz, Bischof Wolfgang Ipolt und Erzbischof Nikola Eterovic, Apostolischer Nuntius, feierten am 6. Januar mit den Sternsingern und den Heiligen Drei Königen. Foto: K. Kandzia
V.l.n.r.: Siegfried Deinege, Oberbürgermeister von Görlitz, Bischof Wolfgang Ipolt und Erzbischof Nikola Eterovic, Apostolischer Nuntius, feierten am 6. Januar mit den Sternsingern und den Heiligen Drei Königen.
Foto: K. Kandzia

Die polnische Tradition des Dreikönigsumzuges und die deutsche des Sternsingens vereinten sich in Görlitz.

 

Aus dem polnischen Teil der Neißestadt kamen hunderte verkleidete Kinder und Erwachsene, polnische Weihnachtslieder singend, in die deutsche Altstadt. An der Spitze die drei Weisen aus dem Morgenland – auf Kamelen. Die Tiere kamen aus dem deutschen Görlitzer Tierpark. Auf dem Untermarkt warteten auf die Besucher Stände mit polnischen Gerichten, selbstgebackenem Kuchen und heißem Tee. Die Leckereien hatten Gemeindemitglieder der St. Bonifatius- und St. Johannes der Täufer-Kirche sowie der Landfrauenverband Gruna (Gronów) auf polnischer Seite zubereitet. „Wir sind bekannt für unsere Piroggen. Verfrorene Gäste bekommen einen besonderen Kräuterlikör – unsere Spezialität“, warb Anna Krakowiak vom Landfrauenverband. Der Erlös aus dem Verkauf geht für die Teilnahme an den Weltjugendtagen in Krakau.

 

Auch deutsche Christen ließen sich nicht von den winterlichen Temperaturen abschrecken. Gemeindeglieder der katholischen St.-Wenzel-Kirche haben von deutscher Seite am Projekt mitgewirkt. Religionsschüler haben ein Krippenspiel gegeben und Sternsinger brachten den Segen ins Rathaus. Mit von der Partie waren auch der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt und der apostolische Nuntius und ständiger Vertreter des Papstes in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic. Der gebürtige Kroate trug sich im Goldenen Buch der Stadt ein.

 

Klaudia Kandzia

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