Der ehemalige deutsche Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel meinte unlängst, das Mercedes-Team sei der Favorit, um die Saison 2018 zu beherrschen und den Titel in der Einzel- und Konstrukteurwertung zu holen. Bedenkt man etwa die letzte Saison, sind diese Worte keineswegs entdeckerisch oder prophetisch.

 

 

Sebastian Vettel Foto: Motio/wikipedia

 

 

 

Der Deutsche versicherte dabei allerdings, dass die von ihm vertretene Ferrari-Crew sich alle Mühe geben werde, um ihren ambitionierten Plan, Mercedes zu besiegen und Weltmeister zu werden, zu verwirklichen. Der vierfache Weltmeister wolle auch zu einem Duell mit dem Briten Lewis Hamilton antreten und hoffe dabei auf einen ausgeglicheneren und längeren Titelkampf als voriges Jahr.

 

 

Wir werden nahe dran sein

 

Zur Erinnerung: Damals hatte der Brite nach der Sommerpause „Seba” ganz klar abgehängt und holte letztlich ohne größere Probleme den vierten Lorbeer seiner Karriere. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass Mercedes in diesem Jahr der absolute Favorit ist. Ebenso kommen seine Fahrer am ehesten für Einzelsiege in Frage. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Ferrari-Fahrer nahe dran am Favoriten sein könnten. Ich sehe ehrlich gesagt sogar gute Chancen, dass wir sehr, sehr nahe dran kommen. Viel näher als im vorigen Jahr. Und das wäre wirklich hervorragend, woran ich auch sehr stark glaube. Uns steht jetzt allerdings ein langes Jahr bevor und wir müssen uns daher auch in Geduld üben. Jetzt haben wir ja erst März und die Rennen gehen immerhin bis Ende November dieses Jahres”, so Vettel.

Es sieht gut aus

Der deutsche Meisterfahrer wolle zudem alles tun, damit Ferrari wieder den alten Glanz, also auch den Meistertitel erlangt. Und wenn immer er solche Worte ausspricht, heißt es für gewöhnlich, dass er sehr gut vorbereitet und zu hartem Kampf bereit ist. „Es ist genau unsere Ambition und unser Ziel, dass der Titel wieder nach Maranello zurückkehrt, egal ob bereits in dieser Saison oder in der nächsten. Hauptsache, dass es geschieht”, sagte Sebastian Vettel, der in der ersten Wintertestrunde die zweitbeste Zeit erreichte, nur knapp hinter dem aktuellen Champion Lewis Hamilton. „Bis jetzt sieht alles sehr gut und vielversprechend aus, aber jeder der Fahrer hat wegen des schlechten Wetters nur wenig Zeit auf der Rennstrecke verbracht. Unter diesen Umständen lässt sich kaum etwas Genaueres sagen, geschweige denn Vergleiche zu anderen Teams anstellen. Bedenkt man allerdings, dass wir jetzt erst in der Anfangsphase der Tests stehen, ist dies nicht entscheidend. Wir haben nämlich noch genug Zeit, um uns zu vergewissern, ob unsere Wagen so funktionieren, wie sie sollten”, sagte der für den italienischen Rennstall fahrende Sebastian Vettel.

 

 

 

Andreas Horn