Erfahren Sie, was in den DFKs der Region los ist. Themen diesmal sind der Tag der deutschen Einheit, ein Vortrag über Widerstandskämpfer, die Landshuter Hochzeit und vieles andere mehr.

 

 

Ein Prosit zum vierten Mal
In Leschnitz war es wieder so weit. Am Samstag, den 16. Oktober,  konnte man sich nach München versetzten. Dank Brezel, Dirndl, Lebkuchenherz, guter  Musik und – natürlich Bier. Zum vierten Mal hatten die Deutsche Minderheit und die Gemeinde Leschnitz zum traditionellen Oktoberfest in der Festscheune eingeladen. Mit dem Fassanstich durch Bürgermeisters Łukasz Jastrzembski und Ryszard Froń, dem  Vorsitzenden des Stadtrates, begann der Spaß. Und dies mit zwei Bierfässern aus der Brauerei der Partnerstadt in Bayern. Danach hat das Pfarrorchester aus Sankt Annaberg mit „Ein Prosit“ die musikalische Eröffnung gemacht. Auf der Bühne spielte noch das Duo ToMy und die Band Lovers für das Publikum. Aufregend waren auch die Wettbewerbe wie Holzdurchsägen, Brezelessen auf Zeit oder die Wahl der Königin und Königs des Oktoberfest. Schon am Samstag wurden alle auf das fünfte Oktoberfest im Jahr 2018 eingeladen.

D. Bassek

 

Foto: D. Bassek

 

 

 

Erinnerung an Widerstandskämpfer
Mit einem Zitat von Heinrich Mann begann im Sitz der Breslauer Deutschen  ein Vortrag zum deutschen Widerstand in der Nazizeit. Einen Monat vor dem deutschen Volkstrauertag wurde mit diesem Vortrag der deutschen Widerstandskämpfer, die ihr Leben für die Freiheit geopfert hatten, gedacht. Die Referentin, Bernadeta Szyszka, bemühte sich um Ausgewogenheit und berief sich sowohl auf deutsche, wie auf polnische Quellen. Viele Deutsche, wie Hans Scholl von der Weißen Rose, erwachten nach anfänglicher Begeisterung für die Nazis erst spät – aber nicht zu spät, um noch etwas gegen das verbrecherische Regime zu unternehmen. Aber worin genau äußerte sich der politische Widerstand im Dritten Reich? Konnten das schon Witze über das Regime sein oder die Verweigerung des Hitlergrußes? Oder sind dazu nur die Taten zu zählen, wo es um Leben oder Tod ging, wie die Verweigerung des Wehrdienstes oder Attentate auf politische Führer? Diese und andere Fragen wurden im Vortrag aufgeworfen. Nach einer kurzen Darstellung der Struktur des Widerstandes im Deutschen Reich wurden Fragmente des Filmes „Sophie Scholl. Die letzten Tage“ gezeigt. Noch eine ganze Weile nach der Filmvorführung blieben die Teilnehmer auf ihren Stühlen sitzen, einige davon sichtlich gerührt.

DSKG

 

Foto: DSKG

 

 

 

Partnerbesuch
Der DFK Rybnik-Wielopole veranstaltete einen Partnerbesuch für seine Mitglieder beim DFK Gross Kottulin. Der Partnerbesuch verlief unter dem Motto: „Neue deutsche Deutsche finden”. Mit von der Partie waren 50 Mitglieder aus dem DFK Rybnik-Wielopole, Vertreter aller Generation. Im Vordergrund stand das gegenseitige Kennenlernen, Gespräche und Gesang in deutscher Sprache. Das Treffen wurde in Rahmen des VdG-Programms „Begegnungsstättenarbeit” veranstaltet.

 

Foto: Facebook/KdB

 

 

 

Musikalischer Herbstanfang
Am 11. Oktober 2017 organisierte die DFK-Ortsgruppe Ratibor-Zentrum ein Projekt unter dem Titel „Musikalischer Herbstabend“. Die Veranstaltung fand in der DFK-Begegnungsstätte in Ratibor statt. Das Thema des Treffens war natürlich die Musik, vor allem die deutsche Volksmusik. Es gab eine musikalische Vorstellung der typischen deutschen Melodien.

 

 

 

Tag der Deutschen Einheit
Am 3. Oktober um 15:00 Uhr versammelten sich in dem Sitz des DFK Ratibor-Studen 42 Teilnehmer, um gemeinsam den Tag der Deutschen Einheit zu feiern. Für diesen Tag wurden die Räumlichkeiten des DFK extra vorbereitet und geschmückt. Neben der Dekoration wurde auch für diesen Anlass eine bunte Ausstellung zum Leitthema erstellt. Die Ausstellung wurde von Urszula Lamla vorbereitet. Während des Treffens wurde durch die Referentin die Geschichte Deutschlands, Zeiten vor dem Mauerfall, wie auch danach – nach 1989 – besprochen. Danach folgte eine Diskussionsrunde. Beim gemütlichen Beisammensein mit Musik aus dem Laptop wurden deutsche Melodien abgespielt. Neben dem kulturellen Teil der Veranstaltung gab es für alle Teilnehmer eine kleine Beköstigung.

 

 

 

Landshuter Hochzeit
Am 3. Oktober fand beim DFK Tworog ein Geschichtsprojekt unter dem Titel „Landshuter Hochzeit“ statt. Am Projekt haben 58 DFK Mitglieder teilgenommen. Das Ziel des Projekts war die Erweiterung des Wissens über die Geschichte und Traditionen der Stadt Landshut in Bayern. Ebenfalls sollte das Projekt der Integration der Mitglieder der Deutschen Minderheit in Tworog dienen. Die Stadt Tworog ist Partner der Gemeinde Kunhausen im Kreis Landshut, daher auch die Idee für das Thema des Workshops. Im Rahmen des Projekts haben die Teilnehmer die Geschichte der Hochzeit der polnischen Königstochter Hedwig mit dem Landshuter Herzogssohn Georg im Jahr 1475 kennengelernt. Es wurde eine Referentin eingeladen, die einen zweistündigen Vortrag in deutscher Sprache hielt. Sie hat ihren Vortrag mit einer multimedialen Präsentation und vielen Fotos aus Landshut ergänzt. Extra für das Projekt und damit es in Erinnerung bleibt, haben die DFK Mitglieder eine Ausstellung zum Thema Landshuter Hochzeit  gestaltet.

 

 

Foto: Facebook/KdB

 

 

 

Oktoberfest beim DFK Glatz
Anfang Oktober feierte der DFK Glatz mit seiner Ortsgruppe Kudowa das Oktoberfest. Die Feierlichkeiten begannen mit einem deutschen Gottesdienst mit dem Zelebranten Pater Dr. Marian Arndt (OFM). Der Chor Waldenburg sang unter anderem das Ave Maria, die Glatzer Sänger das Kyrie von Reimann und Dona Nobis. Nach dem Gottesdienst standen zwei Busse bereit, um alle Mitglieder und Gäste zum Hotel nach Bad Altheide zu fahren. Auf die Gäste wartete ein deftiges Mittagessen in herbstlicher Kulisse, denn alle Tische und der Eingang waren passend zum Oktoberfest dekoriert. Der Waldenburger Chor sang Heimatlieder und die Glatzer Sänger unter anderen, auch ein Potpourrie aus passendem Anlass umgedichteten Rheinliedern und Schlagern. Die Gruppe „Katarinchen“ sorgte mit volkstümlichen Liedern für ausgelassene Stimmung. Das Singen wollte, mit musikalischer Begleitung, kein Ende nehmen. So feierte man bis in den späten Nachmittag.
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