Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Friday, December 9, 2022

Minderheiten werden zum Hauptthema

Christliche Begegnungstage finden alle zwei Jahre statt. 2014 war die Breslauer Jahrhunderthalle Austragungsort des Treffens Europäischer Christen Foto: Klaudia Kandzia
Christliche Begegnungstage finden alle zwei Jahre statt. 2014 war die Breslauer Jahrhunderthalle Austragungsort des Treffens Europäischer Christen
Foto: Klaudia Kandzia

„Ihr seid das Salz der Erde“ (Matthäus 5,13) -­ unter dieser Losung begegnen sich vom 7. bis 10. Juli Christen aus Mittel­- und Osteuropa in Budapest.

 

Nach Görlitz, Weichsel (Wisła), Teschen (Český Těšín), Prag, Pressburg (Bratislava), Dresden und Breslau wird 2016 die ungarische Hauptstadt Austragungsort der Christlichen Begegnungstage sein, zu denen 3.000 bis 4.000 Teilnehmer erwartet werden.

 

Das Thema der Begegnungstage bezieht sich auf das Reformationsjubiläum 2017, konkret möchten die Organisatoren jedoch das Thema Minderheiten behandeln. Geplant sind Thematische Podiumsgespräche über Minderheiten und Wege der Reformation in Europa, darüber wie sich der evangelische Glaube in Mittel- und Osteuropa ausgebreitet hat, über die Kirche als mahnendes Gewissen der Gesellschaft; die Salzstraße; die Minderheit und Kirche als „Salz der Erde“.

 

Im Begleitprogramm werden Chor- und Orgelkonzerte, klassische und kirchliche Musik auch unter freiem Himmel geboten. Weitere Höhepunkte sind: Die Reformationsfußballmeisterschaf (RefoFußball), die Ausstellung des Originaltestaments von Martin Luther, ein Reformationsliederheft sowie thematische Stadtführungen.

 

Die Christlichen Begegnungstage sind eine Veranstaltung, die auf 20 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Ziel der Begegnung ist die mittel- und osteuropäischen Protestanten zusammenzuführen und für sie ein gemeinsames Forum und ein „Vor-Reformationsfest“ zu gestalten sowie ihre europäische Identität zu stärken.

 

Grundsprachen der Tagung sind: Deutsch, Tschechisch, Polnisch und Ungarisch. Die Podiumsgespräche und die Workshops werden in einer dieser vier Sprachen gestaltet, der Hauptvortrag wird simultan in alle vier Sprachen übersetzt.

 

Gastgeber ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn, die Schirmherrschaft hat der Ökumenische Rat der Kirchen in Ungarn übernommen. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn ist mit ihren 215.000 Mitgliedern die drittgrößte historische Kirche in Ungarn. Sie greift auf das Urchristentum und auf die lutherische Reformation (1517) zurück.

 

Wer Seitens der Deutschen in Polen an den Begegnungstagen in Budapest mitmachen möchte, kann sich an Pfarrer Dawid Mendrok wenden, den früheren Vikar der deutschen St.-Christophoriegemeinde in Breslau und der jetzt Pfarrer in Leslau (Włocławek) in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern ist (wloclawek.luteranie.pl).

 

kan

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