Beim Begriff Folkloremusik denken die Meisten oft an alte, monotone Lieder die keiner hört. Alt sind sie, aber es gibt viele die sich dafür interessieren. In Schlesien gibt es auch eine einzigartige Richtung der Folklore, die vor dem Vergessen bewahren werden muss.

 

 

Etnoliptus Silesiensis ist eine Reihe von Treffen die im Rahmen des Projektes des oppelner Marschalamtes „Edukacja Kulturowa Opolszczyzny – EDUCO 2016-2018“ organisiert wird. Die ersten Treffen fanden vor zwei Jahren unter dem Namen „Folk ist cool“ statt. Die Idee für das Projekt stammt von Dariusz Kownacki – Akkordeon Lehrer und Mariusz Pucia – Dozent an der oppelner Musikschule. Die deutsche Bildungsgesellschaft unterstutzte sie bei dem Vorhaben. „Es ging unteranderem darum, um zu zeigen, dass die Region auch für Menschen von außerhalb auch zum forschen sehr interessant war. Die Besucher haben aufgenommen was die Menschen hier gesungen und gespielt haben. Es wurden Aufnahmen von einem Fonografen in einem Archiv gefunden, das waren Aufnahmen aus Prudnik die ein deutscher Lehrer 1913 gemacht hat. Die Aufnahmen dienen dazu, die Schlesischen Lieder zu identifizieren“ sagt Karolina Osietzki aus der Deutschen Bildungsesellschaft.

 

 

 

Im Rahmen der zweiten Edition wurden jeweils zwei Gesangs-, Arragamentworkshops und Vortrage organisiert. Am 9. Juni fand eines der Treffen in Lugnian statt. Als Einleitung erzählte Dariusz Kownacki uber die schlesische Folkloremusik und danach begann der praktische Teil des Workshops. Er stellte den Versammelten eines der Ethnolieder vor und zeigte wie man die Hauptmelodie spielt. Jeder Teilnehmer musste sein eigenes Instrument mitbringen. Insgesamt gab es eine Flöte, zwei Keyboards, Gitarren und Akkordeons. Angelehnt auf der Orginalmelodie dachte sich jeder eine andere Improvisation aus. Zusammen gespielt entstand eine instrumentale Polyfonie.

 

 

Ein Workshop wird noch heute um 15:00 Uhr im Museum in Neustadt (Prudnik)  stattfinden.

Mehr Informationen dazu gibt es auf der Facebookseite ETNOLIPTUS SILISIENSIS.

 

 

 

Andrea Polański