Katarzyna Rupowska und Paulina Żuraw starteten als Team und gewannen den ersten Oppelner Fotomarathon

Der erste Fotomarathon in Oppeln am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen begaben sich insgesamt 16 Teilnehmer auf Motivsuche in die Stadt.

 

 

Die Finger sind schon etwas klamm als Paulina Żuraw den Auslöser drückt. Sie betrachtet das Ergebnis im Display, nickt zufrieden. Dann eilen sie und Katarzyna Rupowska weiter. Vier Stunden haben die beiden, um sechs Fotos zu schießen. Das klingt nach viel Zeit. Doch jedes Foto hat ein Thema, was umgesetzt werden muss. Wie zum Beispiel „Geschichte versus Zukunft“, „Grenzenlos“ oder „Auf gute Nachbarschaft“.

 

„Man fühlt sich, wie ein Tourist in der eigenen Stadt,“ sagt Katarzyna Rupowska. „Man entdeckt völlig neue Perspektiven und Ecken von Oppeln, obwohl man meint schon alles zu kennen.“ Genau diese „Neuentdeckung“ der Stadt war die Idee des ersten Fotomarathons, der von der Deutschen Bildungsgesellschaft (DBG) organisiert wurde.

 

Der Fotomarathon stand unter dem Motto „Kennen wir uns? / Znamy sie?“ und spielt auf das 25jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages an. Sandra Mazur, Assistentin des Instituts für Auslandbeziehungen bei der DGB, sagt: „Wir haben den Fotomarathon für alle geöffnet, nicht nur für die deutsche Minderheit. So entstehen verschiedene Perspektiven auf das deutsch-polnische Leben in Oppeln.“

 

 

Eine siebenköpfigen Jury, meist professionelle Fotografen aus der Region, bewertete die Bilder. Auch für sie war die Thematik eine Herausforderung. Sie mussten nicht nur die technische Umsetzung und Kompositionen bewerten, sondern vor allem, wie die Teilnehmer die einzelnen Themen fotografisch umsetzten. Kamil Kałwa vom Opolski Klub Fotograficzny sagt: „Das Niveau war unterschiedlich, aber im Großen und ganzen sehr gut. Die meisten Teilnehmer haben die Themen gut getroffen.“

 

In Deutschland gibt es in vielen Städten Fotomarathons und auch in Oppeln soll dies nicht der letzte gewesen sein. Viele der Teilnehmer hatten schon Ideen für eine Fortsetzung. Doch zunächst ist erst einmal eine Ausstellung der Fotoserien im Miejsce X, in der ul. Sienkiewicza, geplant.

 

jpr