Schon seit Jahren schickt die Oppelner Joseph von Eichendorf-Bibliothek gemeinsam mit dem Goethe Institut Bücherbusse auf den Weg in kleine Ortschaften der Woiwodschaft Oppeln und Schlesien. Seit über 20 Jahren versorgen die kleinen Bibliotheken auf Rädern Jung und Alt mit deutschsprachiger Literatur.

 

Bücher über Schlesien gehören zu den beliebtesten.
Foto: Eichendorff-Bibliothek

 

 

Die Oppelner Bücherbusse basieren auf der Idee der Karl-Borromäus-Bibliothek, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg von der Caritas betrieben wurden, um die Moral der Menschen zu heben und Kultur unter dem Volk zu verbreiten. So sollten in jeder Pfarrgemeinde kleine Büchereien eingerichtet werden. In den 90er Jahren hat man in Schlesien ein Netzwerk von Caritas-Bibliotheken aufgebaut. Meistens waren es Pfarrbibliotheken, die wiederbelebt werden mussten. Erst 2000 hat man in Oppeln die Zentrale Eichendorff-Bibliothek aufgebaut. Ihr Begründer, der Prälat Wolfgang Globisch, leitete anfangs das Projekt der Bücherbusse.

 

Einwohner der Orte, die keine Bibliothek hatten, oder wo es einen erschwerten Zugriff zu Büchern gab, sollten dank der Busse die Möglichkeit bekommen, einfach an Literatur zu kommen. Marek Dziony von der Caritas-Bibliothek erzählt, wie das Projekt jetzt aussieht: „Die Bücherbusse kommen zwei Mal im Monat in über 70 Ortschaften der Woiwodschaft Oppeln und Schlesien an. Es sind Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene und ältere Personen, die sich Bücher auszuleihen. Wir haben alles im Bus. Von Jugendliteratur, über religiöse Bücher bis hin zu Belletristik.“

Den Fahrplan des Biblio-Busses kann man auf der Internetseite www.cbje.pl finden

 

Andrea Polański