Wochenblatt – Gazeta Niemców w Rzeczypospolitej Polskiej

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Friday, December 3, 2021

Die Seele singt mit

Nach einer einjährigen Pause aufgrund der Pandemiebeschränkungen ist die Veranstaltung zurückgekehrt. Sie war bereits zuvor ein fester Bestandteil des kulturellen Veranstaltungskalenders der Gemeinde Walzen. Zum 29. Mal fand im Gemeinde-Kulturzentrum in Walzen das Festival der Chöre und Gesangsgruppen der Deutschen Minderheit statt.

Das Hauptziel dieser seit vielen Jahren stattfindenden Veranstaltung ist es, die Kultur der Deutschen Minderheit und die Gesangstraditionen dieser Region zu pflegen. Die diesjährige Ausgabe der Veranstaltung fand vom 20. bis 21. November statt. Aufgrund der Pandemie konnte das Publikum nicht am Festival teilnehmen, aber die Auftritte der Musiker konnten durch Übertragung im Internet live verfolgt werden.

 

Am ersten Festivaltag traten 7 Chöre auf der Bühne auf. Am Sonntag war es Zeit für die Musikgruppen. 14 Gruppen präsentierten sich.
Foto: Konrad Bassek

Die Leistungen der Teilnehmer wurden von einer von den Veranstaltern berufenen internationalen Jury bewertet. Ihr Vorsitzender war Mariusz Drożdżal – Absolvent der Instrumentalabteilung der Musikakademie in Krakau und Jazz-Dozent an der Staatlichen Höheren Berufsschule in Neisse. Zur Jury gehörten auch: der Absolvent der pädagogischen und künstlerischen Fakultät der Schlesischen Universität in Teschen und Gründer mehrerer Chöre, Tadeusz Eckert und ein Vertreter unserer südlichen Nachbarn, Leoš Sekanina – Absolvent der Chorleitung und Dirigent des gemischten Chores der Stadt Vrbno pod Pradziadem.

Am ersten Festivaltag traten 7 Chöre auf der Bühne auf. Am Sonntag war es Zeit für die Musikgruppen. 14 Gruppen hatten sich zur Teilnahme beworben. Bei ihrer Beurteilung berücksichtigte die Jury die Auswahl des Repertoires, das künstlerische Niveau, die Stimmwiedergabe (Intonation, Diktion oder Klangqualität), die Interpretation und den Schwierigkeitsgrad der präsentierten Stücke. Wie in den Vorjahren wurden goldene, silberne und bronzene Bänder sowie Sonderpreise vergeben.

Der Vorsitzende der SKGD, Rafał Bartek, dankte auch den Künstlern, die an dieser einzigartigen Veranstaltung teilnahmen: „Vielen Dank für Ihre Anwesenheit beim Festival, dafür, dass Sie hier sind, denn wir alle wissen, dass wir eine sehr schwere Zeit hinter uns und vielleicht auch vor uns haben. Es war auch eine harte Zeit, Kultur, Erbe und Sprache zu pflegen. Daher danke ich Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie nach einem Weg gesucht haben, dies zu tun. (…) Diese Treffen in Walzen sind nicht nur aus Sicht der deutschen Minderheit wichtig, sondern auch aus Sicht der Region. Wenn in dieser Region von Multikulturalismus oder Mehrsprachigkeit die Rede ist, ist es Ihnen zu verdanken, dass man nicht über Geschichte, sondern über die Gegenwart spricht“, sagte Rafał Bartek bei der Preisverleihung.

In der Kategorie Chöre gingen die Goldene Bänder an Brosci Chorus, Chór na Obcasach und Heimat. Die Chöre Cantate und Heimatklang wurden mit dem Silbernen Band ausgezeichnet. Die Bronzebänder wurden an die Chöre Glogovia und Veni Cantare verliehen. Paweł Wielgus erhielt von der Jury eine besondere Auszeichnung für herausragende Chorleiterarbeit.
In der Kategorie der Gesangsgruppen wurden die Goldene Bänder an Kupskie Echo, Ligockie Wrzosy und Seniores verliehen. Mit dem Silbernen Band wurden Dzióbki, Viva La Musica, Kornitzer Stimme und Heidi ausgezeichnet. Und die Bronze Bänder gingen an den Krappitzer Chor, Opolskie Dziołchy, Długomiłowiczanki, Kosorowiczanki, Freundschaft und Echo Krośnicy. Darüber hinaus wurde ein weiteres Goldenes Band verliehen – in der Kategorie Vokal- und Instrumentalensembles, dieses erhielt die Gruppe Anioły Serca / Bravo. Marian Szymczak wurde von der Jury für herausragende Begleitung geehrt und Justyna Helfeier für ihre herausragende Solopartie.

„Zwei Tage lang konnten wir Ihre Talente und Leistungen bewundern und natürlich auch bewerten. Ich möchte Ihnen zu Ihren Talenten gratulieren, danke für Ihr Engagement und für Ihre Mühe, die Tradition zu erhalten und zu pflegen“, sagte Mariusz Drożdżal den Teilnehmern zum Abschluss des Festivals.

Dominika Bassek

 

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