Auch wenn wir nun in die heißeste Zeit des Jahres und in die Urlaubssaison eingetreten sind, kühlt in der Gemeinde Krappitz die Arbeitsatmosphäre nicht ab. So werden dort zurzeit unter anderem Maßnahmen im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaften fortgeführt und aus diesem Grund sind in der ersten Woche dieses Monats in der Krappitzer Stadt- und Gemeindebücherei Vertreter der Gemeinde mit Bürgermeister Andrzej Kasiura an der Spitze zusammengetroffen.

 

 

Andrzej Kasiura, der Bürgermeister von Krappitz
Foto: www.krapkowice.pl

 

 

Gäste des Treffens waren die obersten Verwalter von Proskau (Bürgermeisterin Róża Malik), Chronstau (Gemeindevorsteher Florian Ciecior), Turawa (Gemeindevorsteher Waldemar Kampa), Stubendorf (Gemeindevorsteherin Brygida Pytel) und Tarnau (Gemeindevorsteher Krzysztof Mutz). Ein Hauptgrund für die gemeinsame Beratung war, dass die genannten Gemeinden 30 gemeinnützige Gebäude ausgewählt haben, die einer umfassenden energetischen Sanierung unterzogen werden sollen. Die meisten davon, und zwar zehn, befinden sich in der Gemeinde Krappitz. Es sind dies der Öffentliche Kindergarten Nr. 2, der Öffentliche Kindergarten Nr. 6, die Öffentliche Grundschule in Dombrowka, die Öffentliche Grundschule Nr. 1 (Gebäude an der ul. Kwiatowa), die Öffentliche Grundschule in Zywodczütz, der Schul- und Kindergartenkomplex Nr. 3 in Rogau, der Schul- und Kindergartenkomplex Nr. 4 in Krappitz, zwei Amtsgebäude der Krappitzer Stadt- und Gemeindeverwaltung sowie ein gemeinnütziges Gebäude an der ul. Opolska.

 

 

Privates Geld macht’s möglich

Nach dem Zeitplan soll im letzten Quartal dieses Jahres der Auftragnehmer ermittelt werden und unmittelbar danach sollen die Sanierungen beginnen. Nebenbei: Nach jüngsten Angaben des Instituts für die öffentlich-private Partnerschaft (IPPP) ist es gerade die Gemeinde Krappitz, die in der Woiwodschaft Oppeln am besten mit privaten Trägern kooperiert. Und dabei finden gleich zwei von drei Projekten, die im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaften in der Oppelner Region realisiert werden, in Krappitz statt, und zwar es handelt sich um zwei Krappitzer Kinderkrippen. Das dritte Projekt sind Parkplätze in der Woiwodschaftshauptstadt Oppeln. Der Krappitzer Bürgermeister Andrzej Kasiura sagte diesbezüglich: „Es ist eine Tatsache, dass die Kommunalverwaltungen ihre finanziellen Mittel schon fast ausgeschöpft haben. Daher können nur noch mit privatem Geld große Investitionsaufgaben realisiert werden. Ohne dieses wäre es für uns zweifellos schwierig, solche Vorhaben zu stemmen.” Dies ist sicherlich auch eine Art Appell an Unternehmer und Investoren um weiteres und vielleicht noch größeres Engagement für Aktivitäten im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften und damit um mehr Empathie gegenüber der eigenen Heimat und ihrer lokalen Gemeinschaft.

 

 

80 Prozent aus Fördermitteln

Dass in der Gemeinde Krappitz trotz Sommerwetters und Urlaubszeit eine Menge Gutes geschieht, zeigt sich auch an einer Reihe weiterer Vorhaben. So hat die Gemeinde beispielsweise im April dieses Jahres eine Teilfinanzierung für einen Umbau von 877 Straßenmetern als Verbindungsstück zwischen der Woiwodschaftsstraße 415 (ul. Opolska) und einer Gemeindestraße (ul. Limanowskiego) sowie 62 ha Investitionsflächen beantragt. Die Maßnahme soll auch die Verkehrsströme in der Stadt verbessern und der neue „Verbinder” verkürzt auch die Zufahrt von der ul. Limanowskiego zur Landesstraße DK 45 und der Autobahn A4 für den Lkw-Verkehr. Parallel dazu werden die Investitionsflächen an dem Straßenverbinder an Attraktivität gewinnen. Der geschätzte Wert der Aufgabe beträgt 1.252.900,24 Zloty, wobei bis zu 1.002.320,19 Zloty, d.h. ca. 80 Prozent, aus Fördermitteln kommen werden! Darüber hinaus hat die Gemeinde Krappitz auch eine Teilfinanzierung aus dem „Regierungsprogramm für die Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Regionen durch Unterstützung lokaler Straßeninfrastruktur” erhalten. Im Rahmen dieses Programms sollen in der Woiwodschaft Oppeln elf Aufgaben realisiert werden. Zwölf weitere stehen auf der Reserveliste und die Gemeinde Krappitz hat den hohen 5. Platz belegt! Dies ist auch kaum verwunderlich, denn bekanntlich geschieht ja nichts ohne Grund. Und in Krappitz hat die Gemeindeverwaltung um Andrzej Kasiura ganz einfach schon seit Jahren hart darauf hingearbeitet. Wie der Herr, so’s Gescherr!

 

Krzysztof Świerc