Für Johanna Lemke-Prediger gehört ein Original-Herrnhuter Adventsstern zu jedem Weihnachtsfest dazu.

Weihnachten ohne einen Herrnhuter Adventsstern ist für viele evangelische Christen undenkbar. In katholischen Ländern kennt man ihn kaum.

 

Für Johanna Lemke-Prediger gehört ein Original-Herrnhuter Adventsstern zu jedem Weihnachtsfest dazu. Vor das Küchenfenster bringt die ehemalige Deutschlehrerin von Wengern den leuchtenden Weihnachtsstern an, wo er bis in den Februar hinein den Stern von Betlehem symbolisiert. Dabei nimmt es Lemke-Prediger mit dem evangelischem Brauch nicht ganz so ernst, denn laut dem hängt der Stern nur bis zum Dreikönigstag am sechsten Januar.

 

Namensgeber des Herrnhuter Adventssterns ist der traditionelle Hersteller und Inhaber, die Herrnhuter Brüdergemeine, die ihren Stammsitz in Herrnhut in der Oberlausitz hat.

 

 

Anfang des 20. Jahrhunderts begannen die manufakturmäßige Herstellung und der Vertrieb der Original Herrnhuter Sterne. Dagegen werden in vielen Missionsorten der Herrnhuter Brüdergemeine wie beispielsweise in Südafrika Herrnhuter Sterne heute noch in Handarbeit hergestellt. In vielen, nicht nur evangelischen Kirchen, hängen ein oder mehrere Herrnhuter Sterne, teilweise stammen sie noch aus der Anfangszeit der Produktion. Viele evangelische Gemeinden kauften die Sterne, um die Herrnhuter Brüdergemeine zu unterstützen und deren Missionsarbeit zu fördern.

 

In katholischen Ländern ist der Herrnhuter Adventsstern weit weniger verbreitet. Johanna Lemke- Prediger hat deshalb einen Vortrag über den Adventsstern in der Oppelner Eichendorff-Bibliothek gehalten. Eigens dazu war auch der evangelische Pfarrer Wojciech Pracki geladen, der den Weihnachtssegen gesprochen hat. „Ich war zu Tränen gerührt“, sagte Lemke-Prediger.

 

Marie Baumgarten/ml