Der Aussichtsturm wurde 1888 vom Waldenburger Gebirgsverein errichtet.
Foto: Łukasz Malkusz

Den Gipfel selber sieht man vom Weg nur kurz, gleich wenn man die Stadt verlässt.
Foto: Łukasz Malkusz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht weit von Waldenburg (Wałbrzych) entfernt befindet sich einer der höchsten Berge des Waldenburger Berglandes. Auf den Gipfel führt eine nicht zu lange und einfache Wanderroute. Der Spaziergang nach Oben wird zusätzlich noch mit einem wunderschönen Sudetenpanorama belohnt.

 

 

Unsere Wanderung beginnt diesmal im Zentrum der Stadt Gottesberg (Boguszów-Gorce). Der Ort enstand im 14. Jahrhundert und wurde hauptsächlisch von Bergmännern aus Sachsen gegründet, denn in der Umgebung wurde vor allem Blei und Silber gefördert. Ein großer Teil der Altstadt stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde durch die deutschsprachigen Stadtbürger errichtet.

 

Auf dem Weg zum Gipfel

Parken kann man zwar direkt am Ring, jedoch mangelt es da meistens an Platz. Am besten lässt man deshalb sein Fahrzeug auf einem kostenlosen Parkplatz stehen, der sich ca. 50 Meter weiter befindet.

Vom Stadtzentrum führt der grüne Wanderweg auf die Bergspitze. Es ist keine anstregende Route, auf etwa 4 Kilometern muss man nicht mal 300 Meter Höhenunterschied bezwingen. Das dauert bei gutem Tempo etwa eine Stunde, wenn man es aber gemütlicher angeht, kann der Aufstieg bis zu 90 Minuten dauern. Den Gipfel selber sieht man vom Weg aus nur kurz, gleich wenn man die Stadt verlässt. Es geht auf relativ breiten Waldstraßen nach oben. Auch hier ist man aber gedanklich ständig in Kontakt mit dem Bergbau. Entlang der Wanderruote führt der Kreuzweg der Bergmannsmühe, dessen 14 Stationen im Jahre 2001 errichtet wurden.

 

Kein leerer Gipfel

Oben angelangt sieht man für eine Bergspitze ungewohnt viele Bauten. Die älteste davon ist der steinerne Aussichtsturm, der 1888 vom Waldenburger Gebirgsverein errichtet wurde. Von der Aussichtsplattform kann man ein schönes Panorama der West- und Mittelsudeten vom Riesengebirge (Karkonosze) bis zum Eulengebirge (Góry Sowie) bewundern. Gut sieht man auch die drei am Fuße des Berges gelegenen Städte: Gottesberg, Waldenburg und Bad Salzbrunn (Szczawno-Zdrój), auf dessen Gebiet sich der Hochwald befindet. Bei gutem Wetter sieht man am Horizont sogar Breslau (Wrocław).

Aber aufgepasst! Wer sich an diesem Anblick erfreuen möchte, muss am Wochenende kommen. Von Montag bis Freitag ist der Aussichtsturm leider geschlossen. Desweiteren findet man auf dem Gipfel noch das 45 Meter hohe, im Jahr 2000 errichtete Millenniumskreuz, das nachts durch Reflektoren beleuchtet wird sowie eine Sendestation mit 69 Meter hohem Fernsehturm. Außerdem gibt es hier Platz zum Ausruhen und zum Lagerfeuer machen.

Lange Jahre lang wurde der Hochwald als höchster Gipfel des Waldenburger Berglandes anerkannt. Eigentlich war das ein Versehen, denn der Berg wurde mit dem 18 Meter hohen Turm gemessen. In wirklichkeit ist er nur 851 Meter hoch und damit zwei Meter tiefer als der Schwartzenberg (Borowa). Wer jedoch keine Rekorde jagt, sollte falls er die Wahl hat, auf jeden Fall den Hochwald besteigen. Sowohl der Weg auf die Spitze, wie auch die Aussicht sind hier viel interessanter, als auf dem mit dichtem Wald bewachsenen Gipfel des Schwartzenbergs.

 

Łukasz Malkusz