Bild: Uwe Hahnkamp

Cornelia Pieper, die Generalkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Danzig (Gdańsk), hatte am 26. Januar zum Neujahrsempfang im „L´entre villes“ in Zoppot (Sopot) geladen. Neben wichtigen Personen aus Politik und Wirtschaft waren Vertreter der deutschen Minderheit und deutscher Kulturinstitutionen in Polen gekommen.  

 

Danzigs Bürgermeister Paweł Adamowicz blickte in seinem Grußwort voller Sorge auf Europa und die 2017 anstehenden Wahlen in Deutschland und Frankreich, weil er einen nationalistischen Ruck in Europa befürchtet.

 

Das Jahr 2016 habe aber, so Zoppots Vizebürgermeister Marcin Skwierawski, mit seinen Jubiläen, wie etwa dem 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Zoppot und Frankenthal, auch Anlass zu Optimismus für die Zukunft gegeben. Der Einsatz für die deutsche Kultur und Sprache in Polen wird hingegen schwieriger. Ob beim Deutschen Sprachdiplom oder der Prüfung Fit in Deutsch für Gymnasien, die Verunsicherung der Partnerschulen durch die Bildungsreform in Polen ist laut Ulrike Würz vom Goethe-Institut in Warschau deutlich zu spüren. Die Vertreter der deutschen Minderheit in Nordpolen nehmen eher atmosphärische Änderungen wahr, befürchten in Zukunft aber auch finanzielle Abstriche. Dennoch ließen sie sich weder die Feierlaune beim Empfang noch ihre insgesamt positive Sicht auf das kommende Jahr verderben.

 

Text: Uwe Hahnkamp